Sofia saß im Frauengefängnis von Pozzuoli in der Provinz Neapel ein, als sie jeden Morgen den süßen Duft von Kaffee genoss. „Woher kommt der?“, fragte sie die Wärter. „Aus einer kleinen Kaffeerösterei hier im Gefängnis“, lautete die Antwort. Daraufhin kontaktierte Sofia, die nur den Geruch von Eisen gewohnt war, die beiden Gründer von Lazzarelle-Genossenschaft Imma Carpiniello und Paola Pizzo fragten an, ob sie Sofia in das Team der Kaffeerösterei im Frauengefängnis von Pozzuoli aufnehmen dürften. Die Antwort war positiv, und heute gehört Sofia zu einem 70-köpfigen Team, das Kaffee für die Kooperative Lazzarelle zubereitet. Dort lernte sie unter anderem folgende Personen kennen: NataschaNachdem er in der Kaffeerösterei angefangen hatte zu arbeiten, fand er nebenbei einen Job im Bistro der Kooperative im Zentrum von Neapel. Gleichzeitig nahm er sein Universitätsstudium wieder auf. Er erzählte von seinen Erfahrungen und betonte, dass der Unterschied nicht nur darin bestand, einen Job zu finden, sondern auch darin, sich Fähigkeiten anzueignen und sich einen guten Ruf zu erarbeiten. zuerst vom Ende des Satzes: „Das Ende des Satzes wäre sowieso gekommen und ich wäre rausgekommen, aber welche Perspektiven hätte ich ohne Job gehabt?“
Zu den Haupttätigkeiten der Lazzarelle-Kooperative gehören:
- Arbeitsvermittlung: bietet weiblichen Gefangenen, ehemaligen Gefangenen, Gewaltopfern, Migrantinnen und anderen schutzbedürftigen Menschen Ausbildung und Beschäftigung an und nutzt Arbeit als Mittel zur Erlangung von Autonomie und Inklusion.
- Handwerkliche Kaffeeproduktion: wählt und röstet Qualitätskaffee aus und arbeitet zudem mit Fair-Trade-Kooperativen zusammen, um Rohstoffe zu beziehen.
- Restaurant- und Cateringaktivitäten: betreibt ein Bistro in Neapel, in der Galleria Principe di Napoli, einen Cateringservice für gesellschaftliche Anlässe und eine handwerkliche Konditorei und schafft so weitere Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten.
- Schulungskurse und soziale Projekte: entwickelt professionelle Kurse (zum Beispiel in den Bereichen Kochen, Gastgewerbe und digitale Kompetenzen), arbeitet mit Schulen zusammen und beteiligt sich an nationalen und europäischen Projekten zur Förderung der Inklusion am Arbeitsplatz.
Im Laufe der Zeit haben sich die Aktivitäten der Kooperative deutlich ausgeweitet und umfassen nun neben Gefangenen auch Migrantinnen, die über andere Organisationen identifiziert werden, die speziell mit Migranten arbeiten.
heute die Website des Verbandes beweist die Existenz eines sehr umfangreichen Katalogs an Produkten und Initiativen wie beispielsweise dem „E ja' facimmo 'o ccafè“-Kampagne, Zum ersten Jahrestag der Einstellung der Aktivitäten im Gefängnis von Pozzuoli veröffentlichte die Kooperative einen Werbespot mit den Schauspielern Lino Musella und Marisa Laurito. Die Kampagne unterstreicht die Kontinuität des Projekts trotz der Evakuierung des Gefängnisses aufgrund des Bradyseismus in den Phlegräischen Feldern und bekräftigt die Botschaft, dass Arbeit ein Mittel zu Freiheit und Inklusion ist.
Das Projekt ist für den Non Sprecare Award 2026 in der Kategorie „Verbände“ nominiert. Um Ihr Projekt einzureichen, folgen Sie bitte den Anweisungen. hier.
Bildquelle: Coop Lazzarelle/Facebook
Die Projekte, die um den Non-Sprecare-Preis 2026 konkurrieren:
- „Museum der Schäden“: Ein Wanderprojekt, das den Müll zeigt, den wir im Meer hinterlassen.
- „Enel & Caivano“: ein Projekt, das Schüler aus Vorstadtschulen näher an die Arbeitswelt heranführen soll.
- Förderung der Biodiversität: Kunst als Wegweiser für Kinder zur nachhaltigen Ernährung
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