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Themenverzeichnis
WARUM HABEN WIR DEN TOD ENTFERNT?
Ablehnung des Todes
TOD UND DER SINN DES LEBENS
Den Tod zu entfernen ist eine große Verschwendung.Sehr riskant, wenn man mal darüber nachdenkt. Aus dem einfachen Grund, dass «Nur der Tod lehrt uns, unser Leben nicht zu vergeuden.(Salvatore Natoli). Nur die Vorstellung vom Tod, vom Jenseits, treibt uns an, unserem Alltag Spuren zu hinterlassen, nicht bloß flüchtig und unsichtbar zu sein. Das Profil eines Lebens zu zeichnen, das nicht leer, steril, ein Selbstzweck ist. Und selbst nutzlos, also vergeudet.
Wir haben den Tod zu einem medizinischen Problem degradiert, weil eine grassierende Narzissmus, verbunden mit einer Vorstellung von Wohlbefinden, die an das sinnlose und unrealistische Streben nach (Halb-)Unsterblichkeit grenzt, führt uns dazu, das Lebensende beinahe als ein unerwartetes Ereignis zu betrachten. Wo das Gegenteil der Fall ist: Leben und Tod sind zwei Geheimnisse, die miteinander verwoben sind.Wir sind nicht länger in der Lage, den Tod, unabhängig von unseren religiösen Überzeugungen, als Teil des Lebens zu betrachten. Und so verbannen wir die Gedanken an das Danach aus unseren oft verzweifelt sterilen und leeren Vorstellungen.
DAS GEHEIMNIS DES TODES
Ich empfehle die Lektüre dieser beiden kürzlich erschienenen Bücher. Sie sind zwar sehr unterschiedlich, ähneln sich aber in ihrer Herangehensweise, da sie beide mit der Analyse der menschlichen Spiritualität verbunden sind, die wir wiederentdecken müssen. Monsignore Vincenzo Paglia hat einen hervorragenden, ja ergreifenden Text mit dem Titel „…“ verfasst. Schwester Tod, Würde des Lebens und Sterbens (Mondadori-Ausgaben), während Kardinal Camillo Ruini veröffentlichte Gibt es ein Leben nach dem Tod? Tod und Hoffnung (auch dieser Mondadori).
Paglia und Ruini, zwei Charaktere, die sich in ihren Profilen so stark unterscheiden, in mancher Hinsicht sogar Gegensätze darstellen, finden zusammen, um Antworten auf jene Fragen zu finden, die wir uns nicht erst stellen sollten, wenn wir glauben, am Ende unserer Reise angekommen zu sein. Fragen, die Zeit brauchen. ReflexionZuhören, langes, unkonzentriertes Nachdenken. Die Eckpfeiler eines wahrhaft gelebten und nicht vergeudeten Lebens.
TOD UND GEFÜHL FÜR GRENZEN
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