Greystones ist eine irische Küstenstadt südlich von Dublin an der Irischen See mit 22 Einwohnern. Sie ist bekannt für ihre Strandpromenade, ihre Strände und ihre ruhige, familienfreundliche Atmosphäre. Europaweit bekannt wurde sie jedoch durch ein interessantes Projekt der St. Patrick's School, das mit der gleichnamigen Kirche in der Nähe verbunden ist, die dem irischen Schutzpatron, dem Heiligen Patrick, geweiht ist.
Das Greystones-Projekt ist kein Gesetz und kein staatliches Verbot, sondern eine freiwillige Vereinbarung zwischen Schulen und Eltern, die Smartphone-Nutzung bis zum Beginn der Oberstufe hinauszuzögern. Dieses gemeinsame Verbot gilt sowohl während der Schulzeit als auch außerhalb der Unterrichtszeiten. Dies ist ein bedeutender Fortschritt in einem Land, in dem Tech-Giganten wie Google und Meta ihren Hauptsitz haben und Kinder ihr erstes Smartphone im Durchschnitt mit neun Jahren kaufen.
In der Praxis funktioniert das St. Patrick School-Projekt folgendermaßen:
- Die Eltern verpflichten sich, ihren Kindern während der gesamten Grundschulzeit keine Smartphones zu kaufen;
- Die Vereinbarung gilt sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule;
- Auch Sportvereine und lokale Gruppen nehmen teil;
- Der Pakt beruht auf Freiwilligkeit, es gibt keine rechtlichen Strafen;
- Viele Kinder nutzen zwar einfache Handys zum Telefonieren und SMS-Schreiben, aber keine Smartphones mit Social-Media-Funktionen und Apps.
Das Projekt ist auch bekannt als „I„Es braucht ein ganzes Dorf“ (wörtlich: „Es braucht ein ganzes Dorf“), gerade weil es auf kollektives Handeln setzt: Eltern sagen eher „nein“, wenn andere das Gleiche tun und wenn sie während der Schulzeit die aktive Unterstützung der Lehrer haben.
Laut den beteiligten Lehrern und Eltern waren die ersten beobachteten Auswirkungen außergewöhnlich:
- mehr körperliches Spiel und soziale Interaktion im Alltag;
- Kinder, die weniger von sozialen Medien besessen sind;
- Am Tisch setzen sie ihre Gespräche mit Eltern, Geschwistern und Freunden fort;
- weniger Konflikte im Zusammenhang mit Chats;
- höhere Konzentration in der Schule;
- weniger Ausgrenzungsgefühl, weil „es niemand hat“;
- Mobbing wurde abgeschafft.
Rachel Harper, die Schulleiterin der St. Patrick's School, sagt: „Ich bekomme Anrufe von Schulleitern und Verantwortlichen von Schulsystemen aus aller Welt. Sie wollen die Details unseres Systems und die Ergebnisse wissen, um es nachahmen zu können.“ Wird das auch in Italien jemandem auffallen?
Quelle des Titelbildes: The Irish Times
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