In Griechenland sind an 251 geschützten Stränden weder Sonnenliegen noch Sonnenschirme erlaubt.

Eine Reaktion auf den Übertourismus, aber auch auf die Spekulationen der Strandkonzessionäre. Und überall müssen mindestens 70 Prozent der Fläche frei bleiben.

Alonissos Griechenland bestiegen
Während sich die italienischen Politiker weiterhin der übermäßigen Macht der Strandkonzessionäre beugen, die praktisch jeden Strand an sich gerissen haben, verschärft man in Griechenland die Kontrolle über die Spekulationen in diesem Sektor. Die ergriffenen Maßnahmen sind sehr streng und wirksam.
Zunächst einmal gibt es eine Liste von 251 Strände, In den Natura-2000-Gebieten, dem von der Europäischen Union definierten ökologischen Netzwerk für Gebiete von hohem biologischem Interesse, sind Sonnenliegen, Sonnenschirme, touristische Infrastruktur, Bars und Restaurants verboten.
Dies sind die wichtigsten Standorte, an denen sich die 251 Strände befinden:
  • Kreide: umfasst einige der berühmtesten Reiseziele wie die Lagune von Balos, Elafonissi (Anmerkung zum rosa Sand), Falassarna und der Bereich Gramvousa.
  • Kleine Kykladen: Strände auf Inseln wie Iraklia, Schinoussa, Koufonisie (einschließlich Pori und Italida Beach) und der unbewohnten Insel Kerosin.
  • Ionische Inseln: Zu den betroffenen Bereichen gehören: Lefkada (mit Kastro-Strand) und Korfu (mit Chalikounas Beach).
  • Andere Inseln: Strände sind inbegriffen Samos, Limnos, Folegandros, Sikinos, Skopelos (wie Paralia Velanio) und die Insel von Kira in der Nähe von Alonissos.
  • Festland Griechenland: Die Beschränkungen betreffen auch Gebiete in der Nähe von Athen (wie zum Beispiel Kalamaki) und Naturgebiete wie den Nationalpark von Messolonghi-Lagune

Wie bei allen anderen Stränden sehen die neuen Regeln eine sehr wichtige Beschränkung vor: Mindestens 70 Prozent der Fläche (in Schutzgebieten sind es 85 Prozent) müssen frei von Sonnenliegen und Sonnenschirmen bleiben und den Badegästen kostenlos zur Verfügung stehen.

Schließlich Strandkonzessionslizenzen werden nicht wie in Italien auf Lebenszeit vergeben, sondern im Rahmen elektronischer Auktionen vergeben, wobei die Konzessionsnehmer verpflichtet sind, das Gebiet zu reinigen und instand zu halten.

Die Maßnahmen wurden in Griechenland als Maßnahmen zur Eindämmung und Bewältigung des Übertourismus vorgestellt, dienen aber in Wirklichkeit in erster Linie dem Schutz der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen, nämlich derjenigen, die sich die hohen Preise für Sonnenschirme nicht leisten können, und auch der Eindämmung des Drucks der Lobby der Strandkonzessionsinhaber.

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