FAHRRADNUTZUNG IN ITALIEN –
Der nächste Bürgermeister von Rom wird eine angenehme Überraschung auf seinem Schreibtisch vorfinden. Ein Dossier des Infrastrukturministeriums zur Fertigstellung des Grab (Grande Raccordo Anulare in bicicletta), einer 44 Kilometer langen Strecke, die die Hauptstadt vom Kolosseum bis in die Außenbezirke durchquert.Diesmal ist das Geld komplett vorhanden; dreißig Kilometer der Superstrecke sind bereits fertig, auch wenn sie noch gesichert werden müssen, und die römischen Industriellen haben berechnet, dass Die Grab-Ausgründung könnte der lokalen Wirtschaft jährlich mindestens 14 Millionen Euro einbringen.„Die Finanzierung ist gesichert, und die Stadt Rom muss sich nur noch beeilen, das Projekt abzuschließen, das dann in einem Jahr eingeweiht werden kann“, warnte Minister Graziano Delrio.
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DER NATIONALE PLAN FÜR DEN BAU VON FÜNF RADSPRÜNGEN –
Am Vorabend des Nationalen Fahrradtages (8. Mai) verkündete der Infrastrukturminister den nationalen Plan für fünf Radrouten: neben dem Grande Raccordo Anulare in Rom die rund 600 Kilometer lange Strecke entlang des Po Venedig-Turin, der Apulische Aquäduktweg, der Sun-Radweg und der Garda-Ring. Ein Netzwerk, das, wenn es tatsächlich gebaut würde, den endgültigen Einzug des Fahrrads in die städtische und außerstädtische Mobilität markieren und die enorme Distanz verringern würde, die uns in dieser Hinsicht vom Rest Europas trennt.„Für uns ist dies eine strategische Infrastruktur von nationalem Interesse mit einem noch höheren Wert als herkömmliche Straßen“, so Delrio. Der Minister kennt die Zahlen und weiß genau, dass der Radtourismus, in dem Italien fast gar nicht vertreten ist, in Europa jährlich 44 Milliarden Euro erwirtschaftet. Apropos neue Mobilität: In Rom gibt es 29 Fahrradverleihstationen und in Paris 1.202.
FAHRRADNUTZUNG IN EUROPA –
Im Moment, In Deutschland, ganz zu schweigen von den üblichen skandinavischen Ländern, gibt es 40 Kilometer Radwege., das Dreißigfache der Summe der in Italien verfügbaren Routen. Die ersten 20 der insgesamt 180 Kilometer der Ruhrautobahn sind bereits in Betrieb und ermöglichen es, mit dem Fahrrad durch die wichtigsten Industriezentren des Landes zu fahren.Nicht nur das. Trotz vieler Bürgermeister, die lediglich Propaganda für das Radfahren betrieben haben, ohne konkrete und bedeutende Maßnahmen außer der üblichen Fußgängerzone zu ergreifen, verzeichnen wir in unserem Land immer noch 250 Todesfälle pro Jahr aufgrund von Verkehrsunfällen. Unfälle Sie sahen, wie Radfahrer von Autos und Lastwagen erfasst wurden. Ein regelrechtes Massaker, das bestätigt, wie riskant das Radfahren in und um Städte nach wie vor ist.
PRO CA. In Deutschland ist die Autobahn für Fahrräder reserviert; in Italien sterben jedes Jahr 249 Radfahrer.
DER FALL DER GEMEINDE MASSAROSA –
Die Kursänderung der Renzi-Regierung signalisiert, zumindest ihren Absichten nach, einen Paradigmenwechsel in der Fahrradnutzung. Bislang war das Fahrradfahren zwar weit verbreitet, konzentrierte sich aber auf wenige geografische Gebiete – man denke an Städte in der Emilia-Romagna und Venetien wie Ferrara, Reggio Emilia und Padua – und auf eine bestimmte Gruppe von Radsportbegeisterten. Es war eine Mischung aus Hobby und Sport. Das Fahrrad entwickelt sich jedoch zu einem Verkehrsmittel, das Autos und Motorrädern gleichgestellt ist, und wird zu einem Massenverkehrsmittel, das einen grundlegenden Wandel im individuellen und kollektiven Lebensstil symbolisiert. Während Minister Delrio versucht, durch den Aufbau eines nationalen Infrastrukturnetzes verlorene Zeit aufzuholen, haben die Italiener Fortschritte gemacht: Mittlerweile fahren 25 Millionen Menschen Fahrrad, auch wenn nur 6 Millionen dies regelmäßig tun und kaum 5 Prozent der Männer und Frauen mit dem Fahrrad zur Arbeit pendeln. In Frankreich wurde ein nationales Gesetz verabschiedet, das Pendlern, die mit dem Fahrrad fahren, einen Zuschuss von 0,25 Cent pro Kilometer (bis maximal 50 Euro pro Monat) gewährt. In Italien findet man etwas Ähnliches nur in kleinen Städten mit mutigen Bürgermeistern. Wie im Fall von MassarosaIn der Provinz Lucca, wo der Bürgermeister ein „Mit dem Fahrrad zur Arbeit“-Projekt förderte, das zunächst nur städtischen Angestellten vorbehalten war und dann auf alle Bürger ausgeweitet wurde.Der Beitrag entspricht dem nach französischem Recht vorgeschriebenen Betrag, und die Kampagne wird aus Bußgeldern finanziert. Wer weiß, vielleicht erwägt Delrio nach dem Bau der Radwege auch ein nationales Gesetz nach französischem Vorbild.
FAHRRADNUTZUNG IN ITALIEN –
Ein weiterer wichtiger Indikator für die sich verändernden Lebensstile im Zusammenhang mit der Nutzung von Zweirädern sind Daten aus der Fertigungsindustrie und dem Konsumverhalten. Die Italiener kaufen jedes Jahr mehr Fahrräder als Autos: 1.650.000 Stück, 200.000 mehr als Autos.Dank der technologischen Entwicklung werden die Modelle immer fortschrittlicher, und die neuen Trends gehen hin zu Fahrrädern mit Tretunterstützung, also teilelektrisch, und mit Schutzsystemen. DiebstahlIn Italien verschwinden leider täglich 3 Fahrräder, und obwohl wir uns zu einer Nation von Radfahrern entwickeln, müssen wir uns mit einem großen Teil unserer Bevölkerung auseinandersetzen, nämlich mit Fahrraddieben.
UM MEHR ZU ERFAHREN: Wie man Fahrraddiebstahl vermeidet: Tipps und Tricks
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