Wale leben sehr lange, im Durchschnitt etwa 70 Jahre (je nach Art), aber sie können sogar 200 Jahre alt werden, wie im Fall des Grönlandwals (Balaena mysticetus).
Wissenschaftler haben verschiedene Erklärungen für die Langlebigkeit von Walen vorgeschlagen, angefangen beim sogenannten Peto-Paradoxon: Viele Billionen von Zellen, aber wenige Tumore und eine außergewöhnliche Krebsresistenz. Darüber hinaus haben Wale im Verhältnis zu ihrer enormen Körpermasse einen relativ niedrigen Stoffwechsel, was den Zellstress (der viel langsamer schädigt) und die Produktion schädlicher freier Radikale deutlich reduziert.
Eine sehr aktuelle Studie (aus dem November 2025), die auf der Website veröffentlicht wurde, zeigt jedoch, dass… Nature-MagazinDie Studie untersucht die Ursachen der Langlebigkeit von Walen genauer und bringt sie mit dem Protein CIRBP (Kälteinduzierbares RNA-bindendes Protein) in Verbindung, das durch Kälte aktiviert wird und so zur Reparatur beschädigter DNA und zum Schutz der Zellen beiträgt. Walzellen mit einem hohen CIRBP-Spiegel reparieren DNA präziser und zuverlässiger, wodurch die Ansammlung von Mutationen reduziert wird, die normalerweise zu Zellalterung und Krebs führen.
Soweit, so gut. Doch der interessanteste Teil der Forschung betrifft den Menschen. Zukünftige, bereits laufende Studien werden zeigen, ob es möglich ist, die CIRBP-Produktion im menschlichen Körper auf natürliche Weise zu steigern (beispielsweise durch Temperaturänderungen oder bestimmte Medikamente). Außerdem wird untersucht, ob eine effektive DNA-Reparatur die Gesundheit im Laufe des Lebens verbessern kann und ob andere Modulatoren der DNA-Reparatur den Alterungsprozess beeinflussen können. Sollte sich dies bestätigen, könnte das CIRBP-Protein zur Entwicklung von Therapien gegen die Alterung menschlicher Zellen eingesetzt werden.
Lesen Sie auch:
- Wale, die am stärksten vom Aussterben bedroht sind
- Wale: Wie Drohnen sie retten
- Die Rechte der Wale werden gesetzlich anerkannt
Möchten Sie eine Auswahl unserer Nachrichten sehen?
- Abonnieren Sie unseren Newsletter klicken Sie hier;
- Wir sind auch dabei Google NewsAktivieren Sie den Stern, um uns zu Ihren bevorzugten Quellen hinzuzufügen;
- Folgen Sie uns auf Facebook, Instagram e Pinterest.

