Haus des unbezahlbaren Buches. Käufer hinterlassen lediglich eine Spende.

Eine Möglichkeit, Menschen dem Lesen näherzubringen und die Verschwendung von Büchern zu vermeiden, die sonst im Papierkorb landen würden.

Wiederverwertung gebrauchter Bücher 1

Das „Haus der unbezahlbaren Bücher“ in Rom ist eine Art freiwilliger Wohltätigkeitsbuchladen , der im Rahmen des Projekts Book-Cycle entstanden ist.

In der Praxis funktioniert es so: Die Besucher können sich pro Besuch bis zu drei Bücher aussuchen und mit nach Hause nehmen. Es gibt jedoch keinen festen Preis; sie entscheiden selbst, wie viele Bücher sie kostenlos lassen möchten.

Im Laufe der Jahre haben sich Initiativen zur Rettung von Büchern vor dem Papierkorb und der Müllhalde vervielfacht. Im Fokus steht dabei vor allem die Wiederverwertung sogenannter Restexemplare, also unverkaufter Bücher . Diese Überbleibsel haben Buchhandelsketten, die sich auf den Verkauf stark reduzierter Titel spezialisiert haben, sowie Straßenhändlern und kleinen Einzelhändlern ein Vermögen eingebracht. Und was ist mit gebrauchten Büchern von Privatpersonen und Bibliotheken? Auch hier bieten Vereine und gemeinnützige Organisationen zahlreiche Möglichkeiten, Bücher vor der Verschwendung zu bewahren. Das Haus des unbezahlbaren Buches befindet sich im beliebten Viertel Tor Pignattara am östlichen Stadtrand der Hauptstadt – einem lebendigen, multiethnischen Viertel, das sich im Spannungsfeld von Stadterneuerung, Gentrifizierung und kultureller Aufbruchstimmung befindet.

Eine Initiative, die dem Bücherkonsum neues Leben einhauchen und vor allem Papier und Kultur vor immenser Verschwendung bewahren kann . Die verfügbaren Bücher stammen aus Spenden von Privatpersonen und Bibliotheken und sind alle in gutem Zustand. Das „Haus der Bücher ohne Preisschild“ ist keine Tauschbörse ; es nimmt keine Bücher im Tausch an, ist aber auch keine Bibliothek und verpflichtet daher nicht zur Rückgabe. Das Angebot ist vielfältig: Es gibt Bände zu Kunst, Belletristik, Thrillern, Klassikern, Dramen und Essays, aber auch Schulbücher, Kinderbücher, Comics und Wörterbücher . Angesichts der hohen Schulbuchpreise könnte dies eine kostengünstige Lösung für den Mangel an Schulbüchern sein. Kurz gesagt: enormes Potenzial, aber mit einer Regel: Jedes Buch ist auf drei Exemplare begrenzt, um möglichst vielen Menschen Zugang zum Titelkatalog zu ermöglichen und gleichzeitig zu verhindern, dass die Bücher weiterverkauft und zu einer Einnahmequelle werden.

(Das Titelbild zum Text stammt von der Facebook-Seite von Book-Cycle .)

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