Wenn recycelter Kunststoff giftig ist

Die Schattenseiten des Recyclings. Selbst regenerierter Kunststoff kann giftig werden, weshalb die Reduzierung seines Verbrauchs und seiner Produktion weiterhin oberste Priorität hat.

Recycelte Kunststoffgranulate und -fragmente im Kontext einer Umweltanalyse

Es wird viel über Plastikrecycling und seine Vorteile gesprochen, aber eine Tatsache wird übersehen: Auch recycelter Kunststoff kann giftig sein, und dieser Prozess kann das Material sogar noch gefährlicher machen.

Kunststoffabfälle, die in einer Kläranlage recycelt werden sollen

Alles beginnt damit, dass in Kunststoffen über 16 chemische Verbindungen verwendet werden, von denen nicht alle auf den Etiketten deklariert sind: 4.200 davon sind gesundheits- und umweltschädlich. Was passiert beim Recycling? Die chemischen Verbindungen verschwinden nicht einfach, sondern vermischen sich zu völlig zufälligen Gemischen, die mitunter hochgiftig und gefährlich sind – sogar gefährlicher als der ursprüngliche Kunststoff.

Außerdem findet bei der thermischen Zersetzung des Kunststoffs ein Prozess statt.

  • schnurrte zu oft
  • hohen Temperaturen ausgesetzt

Recycelter Kunststoff kann sich zersetzen und giftige Verbindungen bilden, wie zum Beispiel:

  • Freisetzung flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs)
  • Bildung von reizenden oder potenziell krebserregenden Substanzen

Wasserproben und Mikroplastik im Kontext wissenschaftlicher Analysen

Die Forscherin Azora König Kardgar von der Universität Göteborg hat sich kürzlich mit der Antwort auf genau diese Frage beschäftigt: Kann Plastik (auch recyceltes oder „biologisch abbaubares“) giftig werden? Ihre Experimente haben einige sehr interessante Erkenntnisse hervorgebracht. So platzierte das von Kardgar geleitete Forschungsteam beispielsweise Plastikpellets in Aquarien mit Zebrafischen. Anschließend stellten sie einige schwerwiegende genetische Veränderungen fest, die darauf zurückzuführen sind, dass die Pellets bis zu 80 schädliche Chemikalien enthielten, die das Hormonsystem beeinflussen können, sowie hochgiftige und krebserregende Pestizid- und Arzneimittelrückstände.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis betraf „umweltfreundliche“ Kunststoffe wie zum Beispiel PLA (aus Rohrzucker gewonnen)Eine Gruppe von Barschen wurde mit Mikroplastik gefüttert, das aus biologisch abbaubarem Kunststoff gewonnen wurde und als sicher und ungiftig gilt.

Abgenutzte Kunststoffgegenstände, die den Materialabbau im Laufe der Zeit veranschaulichen.

Die während der Suche Dies waren:

  • erhöhte Reaktivität und Aggressivität
  • Schwierigkeiten, in einer Gruppe zu bleiben
  • weniger Bewegung

Die Schlussfolgerung dieser Studien lautet, dass im Hinblick auf die drei Rs (Wiederverwenden, Recyceln, Reduzieren) im Fall von Plastik das Ziel, das wir sowohl durch politische Entscheidungen als auch durch individuelles Verhalten fördern sollten, folgendes ist: reduzieren, Konsum und damit auch vorgelagerte Produktion. Definitiv effektiver als bloßes Recycling von Plastik.

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