Was hat Elternzeit mit dem Kampf gegen Verschwendung zu tun? Es gibt einige gute Gründe für diesen Zusammenhang. Der erste: Kinderlast, Die gesamte Last liegt auf den Schultern der Frauen und benachteiligt sie auf schwerwiegende und diskriminierende Weise in der Arbeitswelt. Überall. Das bedeutet, dass Italien eine seiner wertvollsten Ressourcen verschwendet: die Erwerbstätigkeit von Frauen. Tatsächlich liegt die Erwerbsquote der Frauen in unserem Land bei rund 46,1 Prozent, verglichen mit einem europäischen Durchschnitt von 58,1 Prozent. Berechnungen zufolge würde unser BIP, also der Wohlstand des Landes gemessen am Bruttoinlandsprodukt, um 7 Prozent steigen, wenn wir die Frauenerwerbsquote auf 60 Prozent steigern könnten (wie im Vertrag von Lissabon vorgesehen). Und dennoch ein Kind Verändere dein Leben an alle, an den Vater wie an die Mutter.
Wir müssten die Steuerzahler nicht nur nicht zusätzlich belasten, sondern Italien würde wirtschaftlich auf dem Niveau der goldenen Jahre Chinas auflaufen. Das würde viele Probleme lösen, unter anderem die öffentlichen Finanzen. Die Statistiken zeigen deutlich, dass in dieser Situation Chancen ungenutzt bleiben und wir der Realität ins Auge sehen müssen. Doch der Anstieg der Väter, die Babysitting übernehmen, bedeutet vor allem eines: mit einem Eine ausgewogenere Verteilung der elterlichen Verantwortung gegenüber ihren Kindern schafft die Voraussetzungen für bessere Arbeits- und Karrierechancen für Frauen. Und die Mauer eines übermäßig starren Musters in Italien wird eingerissen, nach dem die Mutter oft zu Hause und der Vater im Büro oder in der Fabrik ist.
Die zweite Verschwendung, der durch den Anstieg der Babysitter-Väter entgegengewirkt wird, ist eher persönlicher Natur, aber von großem Wert.Wie oft bereut ein Mann im Rückblick, die Gelegenheit verpasst zu haben, die Freude am Elternsein voll und ganz mit seiner Frau und seinen Kindern zu teilen? Auch deshalb leidet die italienische Familie unter einem Ungleichgewicht der Rollen und der Abwesenheit des Vaters, einer oft völlig unberechtigten, mangelnden Präsenz. Ein Vater, der sich um seine Kinder kümmert, sollte sich nicht scheuen, Sonderurlaub zu beantragen, aus Angst, seine Karriere zu bremsen oder vom Chef als Faulpelz abgestempelt zu werden. Er muss mutig sein, besonders wenn er es sich leisten kann, denn Vatersein ist schließlich genauso schön wie Muttersein. Und leider ist es nicht von Dauer.
Warum lehnen Väter Elternzeit ab? Die gemeinnützige Organisation „WeWorld“ hat in Zusammenarbeit mit Ipsos einen Bericht mit dem Titel „Vater, nicht Mutter“ veröffentlicht, der einige Antworten liefert. Erstens hat das Gesetz nach so vielen Jahren ein kulturelles Dilemma nicht gelöst: Väter glauben weiterhin, dass Kinderbetreuung alleinige Aufgabe der Frauen ist. Gleichzeitig müssen sich Männer auf ihre Arbeit und Karriere konzentrieren, verankert in ihrer Rolle als Ernährer. Dieses Vorurteil ist leider weit verbreitet, sowohl unter Vätern als auch unter Müttern. Hinzu kommt die Unkenntnis der gesetzlichen Möglichkeiten: Nur 40 Prozent der Väter und 35 Prozent der Mütter wissen, dass Vaterschaftsurlaub verpflichtend ist. Schließlich mangelt es nicht an Druck von Unternehmen, die Männer lieber im Beruf sehen und die familiären Pflichten den Frauen überlassen. Vielleicht werden sie sogar dazu gezwungen. zurückzutreten.
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