Roberto Salamina studierte Biomedizintechnik am Polytechnikum Mailand und stieg früh in die Welt der Innovationen im Gesundheitswesen ein: Er war eine Schlüsselfigur bei TeiaCare, einem Startup, das sich zum Ziel gesetzt hat, fortschrittliche Technologien (darunter künstliche Intelligenz und Überwachungssysteme) in Senioreneinrichtungen einzuführen. Valentina De Caro hingegen kommt aus der Kommunikations- und Digitalmarketingbranche. Sie arbeitete in Digitalagenturen an Projekten für große Marken und entwickelte Kompetenzen im Aufbau von Online-Communities und im Storytelling für Marken. Sie gründete BeardRulez, eine Community für Bartträger, wodurch sie wertvolle praktische Erfahrung in der Entwicklung einer digitalen Plattform und im Management einer Nutzer-Community sammeln konnte.
Roberto und Valentina treiben gemeinsam das Projekt Senex voran , das den Service „Nichte zu vermieten“ anbietet . Ziel ist es, Senioren dabei zu helfen, Technologie besser zu nutzen und in der digitalen Welt unabhängiger zu werden. Die Plattform bietet Senioren Unterstützungsleistungen wie digitale Schulungen, administrative Hilfe und kognitive Förderung. Sie möchte Senioren helfen, ihnen Gesellschaft leisten und sie besser in die Gesellschaft integrieren.
Insbesondere helfen die „Enkelkinder“ beispielsweise dabei:
- Verwendung Smartphones, Tablets und Computer;
- Apps und Geräte einrichten;
- lernen, zu benutzen WhatsApp, Videoanrufe, E-Mail und soziale Netzwerke;
- Tools erstellen und verwalten wie z. B. SPID und digitale Identität;
- Wechsel zwischen Online-Diensten (Buchungen, Einkäufe, Zahlungen, öffentliche Dienstleistungen);
- Verbesserung der digitalen Sicherheit (Passwörter, Online-Betrug, Einstellungen).
Die Idee hinter dem Projekt besteht jedoch nicht nur darin, technische Unterstützung zu leisten, sondern eine Beziehung zwischen den Generationen zu schaffen : Der junge Mensch bringt digitale Fähigkeiten mit, aber auch Geduld, ein offenes Ohr und Kameradschaft.
Die betreute Person kann Pakete von 1, 3 oder 7 Stunden buchen . Für eine grundlegende Unterstützung, die zu nachhaltigen Ergebnissen führt, veranschlagt das Unternehmen in der Regel Kosten zwischen 30 und 180 Euro. Diese Kosten hängen von den individuellen Voraussetzungen der älteren Person und ihren Vorkenntnissen im Umgang mit technischen Geräten ab. Senex bietet außerdem kostengünstige und ebenso effektive Online-Schulungen an.
Der in Bari während des ersten Covid-19-Lockdowns gegründete Service Selex-Nipote in Affitto hat sich auf mehrere italienische Städte ausgeweitet und ist nun in Neapel, Turin, Mailand, Monza, Bergamo, Palermo, Genua und Bologna aktiv.
Das Potenzial, von den Dienstleistungen von Senex zu profitieren, ist enorm. In Italien fehlen 86 Prozent der über 65-Jährigen die grundlegenden Kenntnisse im Umgang mit Technologie, selbst für einfachste Funktionen. 75 Prozent haben noch nie einen Computer benutzt. Weniger als 2 Prozent der Internetnutzer sind über 70. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, auf Technologie zu verzichten, selbst im fortgeschrittenen Alter.
Kommunizieren, einkaufen, in Verbindung bleiben, auf vielfältige Dienstleistungen zugreifen – all das ist heutzutage unerlässlich. Ein aktuelles Beispiel: Grüne Fahrkarten sind in der Regel mit Smartphones kompatibel, inklusive der dazugehörigen Kommunikationsfunktionen. Doch für Menschen über 65 stellt dies ein Problem dar, da sie Gefahr laufen, ein wichtiges Hilfsmittel für ihre Mobilität im Alltag zu verpassen. Und nicht immer ist ein Kind oder Enkelkind gleich um die Ecke, das im Notfall eingreifen kann.
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