I Tauben, die nicht zufällig „Reisetauben“ genannt werden (die vom Menschen selektierte Rasse), Sie zählen seit Langem zu den Vögeln mit den bemerkenswertesten Orientierungs- und Navigationsfähigkeiten. Ihr Ruhm beruht vor allem auf ihrer Fähigkeit, Rückkehr zum Taubenschlag (Heimkehr) selbst beim Transport über große Entfernungen an unbekannte Orte. Diese Fähigkeit wird von Menschen seit Jahrhunderten genutzt, insbesondere von Tauben, die nicht nur im alten Rom (Kaiser Tiberius) als Boten eingesetzt wurden.
Die wissenschaftliche Forschung konzentrierte sich schon immer darauf, die Ursprünge dieser außergewöhnlichen Fähigkeit bei Tauben zu verstehen. Bisherige Studien befassten sich mit dem Erdmagnetfeld, das ihnen hilft, die richtige Richtung zu bestimmen, mit der Position der Sonne, mit den Duftstoffen, mit denen sie eine Art olfaktorische Karte des Ortes erstellen, an dem sie unterwegs sind, und mit den visuellen Hinweisen (Flüsse, Rastplätze, Straßen usw.), die ihnen helfen, die letzte Etappe ihrer Reise zu erkennen.
Die wichtigste Neuigkeit kam jedoch von sehr vollständige und genaue Untersuchung in der Zeitschrift veröffentlicht Forschung im Mai 2026, einer Forschergruppe der Universität Bonn (zusammen mit weiteren Experten der Universität Duisburg-Essen und des Max-Planck-Instituts), die sich mit einer Schlüsselrolle der Brieftaubenleber in der Wahrnehmung des Erdmagnetfelds. In der Praxis sind einige Immunzellen in der Leber, sogenannte MakrophagenSie sammeln Eisenpartikel an (die mit dem Recycling weißer Blutkörperchen zusammenhängen), welche magnetische Eigenschaften besitzen und so das Erdmagnetfeld wahrnehmen können. Die Information wird dann an das Nervensystem weitergeleitet. Das ist der wahre Kompass der Tauben.
Der Vorschlag lautet, dass bestimmte Immunzellen in der Leber, sogenannte MakrophagenDiese Zellen würden Eisenpartikel anreichern (im Zusammenhang mit dem Recycling roter Blutkörperchen). Sie besäßen magnetische Eigenschaften und könnten helfen, das Erdmagnetfeld zu erfassen und die Information an das Nervensystem weiterzuleiten.
Die in der Studie beschriebenen Experimente ergaben Folgendes:
- Die Lebern der Tauben wiesen eine besonders hohe Konzentration an magnetisch aktiven Eisenpartikeln auf;
- Diese Zellen befanden sich in unmittelbarer Nähe von Nervenfasern;
- Bei Veränderungen der eisenreichen Makrophagen zeigten Tauben Orientierungsprobleme, insbesondere bei bewölktem Himmel, da sie die Sonne dann nicht mehr gut als Orientierungspunkt nutzen konnten.
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