Förderprogramme für Elektroautos: Wer hat davon profitiert?

Sie werden über Autohäuser vertrieben, die einem nicht mitteilen, ob sie noch verfügbar sind. Und sie zwingen einen, sie in Raten zu kaufen, wodurch der Bonus durch die Zinsen praktisch aufgehoben wird.

Bonus für emissionsarme Fahrzeuge skaliert

Die Förderungen gelten für den Kauf von Fahrzeugen (Pkw, Motorräder, Mopeds, Nutzfahrzeuge), die anhand bestimmter Standardparameter als „schadstoffarm“ eingestuft werden. Sie bestehen aus einem sehr großzügigen Kaufpreisnachlass, der proportional zur Emissionsklasse des Fahrzeugs ist: Bis zu 13 € können durch die Verschrottung eines alten Pkw und den Kauf eines Elektrofahrzeugs erhalten werden, oder bis zu 2 € für einen gebrauchten Euro-6-Pkw bei Verschrottung eines Fahrzeugs der Emissionsklasse Euro 0 bis 4.

Soweit so gut, aber dann beginnen die Probleme. die Vergeudung einer Gelegenheit und die UndurchsichtigkeitDie Prämien gehen nicht direkt an die Fahrer, sondern werden über die Autohäuser verteilt. Einerseits werben diese auf ihren Webseiten mit der Möglichkeit, Prämien zu erhalten, um Kunden anzulocken. Andererseits geben sie nicht an, ob die Prämien tatsächlich verfügbar sind, da die Mittel des Händlers möglicherweise erschöpft sind. Es gibt jedoch ein zweites, noch gravierenderes Problem: Händler, die über Mittel für Prämien verfügen, verlangen von ihren Kunden, dass diese das Auto in Raten kaufen, um von den Prämien zu profitieren. Dies hat den Vorteil, dass Zinsen auf den Kaufpreis anfallen, wodurch die Vorteile der Prämie praktisch zunichtegemacht werden.

Schließlich gibt es noch ein Rätsel, das bis Juni 2024 zurückreicht und nie gelöst wurde. Die Regierung stellte sage und schreibe 240 Millionen Euro an Fördergeldern für den Kauf neuer Autos mit CO₂-Emissionen von 0 bis 20 g/km und einem Listenpreis von bis zu 42.700 Euro (inkl. MwSt.) bereit. Im Wesentlichen handelte es sich also um reine Elektroautos. Im Mai wurden 5.070 Elektroautos zugelassen. Innerhalb weniger Stunden, in denen die Händler über die Plattform Invitalia Reservierungen vornehmen konnten, wurden 30.000 neue Elektroautos registriert. Und innerhalb von nur acht Stunden waren die Fördermittel aufgebraucht. 

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