Es handelt sich nicht um ein Randphänomen: In Italien haben vier von zehn Autofahrern Angst vor dem Autofahren und leiden häufig unter Panikattacken am Steuer. Die Intensität dieser Angst kann stark variieren: Bei manchen tritt sie nur in bestimmten Situationen auf (Autobahn, dichter Verkehr, Parkplatz), während sie bei anderen so stark ist, dass es ihnen schwerfällt, sich ans Steuer zu setzen. Die gute Nachricht ist: In den meisten Fällen lässt sich die Angst allmählich, auf natürliche Weise und ohne die üblichen Medikamente reduzieren.
Als Erstes muss man verstehen, woher diese Angst kommt.Wovor hast du Angst?
- einen Unfall haben
- die Kontrolle verlieren
- die Meinung anderer Fahrer
- spezifische Situationen (Autobahnen, Parkplätze, Tunnel usw.)
Sobald Sie die Ursache der Angst identifiziert haben, kann Folgendes hilfreich sein:
- Nehmen Sie die Tätigkeit schrittweise wieder auf. Beginnen Sie mit kurzen, bekannten Strecken, möglichst zu Zeiten mit geringem Verkehrsaufkommen. Verkehr. Wenn Sie sich sicherer fühlen, erhöhen Sie langsam den Schwierigkeitsgrad: vielbefahrene Straßen, längere Strecken, dann eventuell Autobahnen.
- Fahre mit einer ruhigen Person. Jemanden an Ihrer Seite zu haben, der Ruhe ausstrahlt und nicht ständig Kommentare abgibt, kann Ihr Selbstvertrauen stärken, insbesondere bei Ihren ersten Ausflügen.
- Üben Sie regelmäßig. Selbst 15-20 Minuten, zwei- oder dreimal pro Woche, sind oft effektiver als eine gelegentliche lange Autofahrt.
- Wiederholen Sie gegebenenfalls die Grundlagen. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Fahrkünste verloren zu haben, können ein paar Fahrstunden bei einem Fahrlehrer sehr hilfreich sein, selbst wenn Sie Ihren Führerschein schon seit Jahren besitzen.
- Geste l'Angst. Wenn Sie merken, dass Ihr Herz rast oder Sie sich steif fühlen, versuchen Sie, Ihre Atmung zu verlangsamen, wenn Sie stillstehen (zum Beispiel vor dem Losfahren oder an einer Ampel), und vermeiden Sie Reisen, wenn Sie sehr müde oder besonders gestresst sind.
Es ist außerdem wichtig, das Autofahren nicht ganz aufzugeben, wenn man wieder Auto fahren möchte. Die Vermeidung aller angstauslösenden Situationen mag kurzfristig Erleichterung verschaffen, verschlimmert das Problem aber langfristig oft nur.
Eine der Techniken, die schon seit langer Zeit und mit großem Erfolg angewendet wird, ist die der „schlimmsten Vorstellungskraft“. Nehmen Sie sich täglich eine halbe Stunde Zeit, um sich alle möglichen Worst-Case-Szenarien vorzustellen, falls Sie die Kontrolle über Ihr Auto verlieren, und wie Sie diese bewältigen könnten. Sie werden sehen, dass es nach etwas Übung besser wird und die Angst allmählich nachlässt.
Wenn es sich um Agoraphobie handelt, wird, anstatt sofort den schwierigsten Weg in Angriff zu nehmen, eine Schwierigkeitsskala erstellt. Zum Beispiel:
- im Auto sitzen
- machen Sie einen kurzen Spaziergang
- Fahren Sie in einer ruhigen Nachbarschaft
- stärker befahrene Straßen
- immer längere Strecken zurücklegen
- Nähern Sie sich den gefürchtetsten Situationen, wie Autobahnen oder Tunneln, schrittweise.
Wenn es sich jedoch um Höhenangst handelt, liegt das Problem möglicherweise nicht am Auto selbst, sondern an bestimmten Fahrsituationen, die ein Gefühl von Höhe oder Ausgesetztheit hervorrufen. Zum Beispiel:
- Fahren auf sehr hohen Brücken
- Reisen auf Viadukten oder Bergstraßen mit Überhängen
- die Bewältigung von erhöhten Rampen oder Überführungen
- ein Gefühl der „Leere“ oder des Kontrollverlusts in bestimmten Bereichen wahrnehmen
In solchen Fällen kann sich die Angst ausbreiten und selbst das Autofahren in Umgebungen, die objektiv betrachtet keine Höhen beinhalten, stressig machen. Eine gute Strategie ist, sich Situationen schrittweise anzunähern: Beginnen Sie mit kurzen, ebenen Strecken, dann über niedrige Brücken und schließlich zu anspruchsvolleren Situationen überzugehen. Wichtig ist, dass die Konfrontation allmählich und wiederholt erfolgt, ohne dass Sie Ihre Grenzen überschreiten.
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