I Vollkornbackwaren Sie sind die einzigen im Lebensmittelsektor, die keine Konjunkturschwankungen erleben. Ihre Umsätze steigen stetig, und das liegt am sogenannten „Gesundheitswahn“: Konsumenten, die sich für fettarme Produkte entscheiden, sind überzeugt, etwas zu kaufen, das dadurch als gesund und diätgerecht erscheint. Doch das stimmt oft nicht.
Angefangen bei Vollkornkeksen, aber auch bei Snacks, Crackern, Grissini und Brot, werden viele Produkte tatsächlich aus raffiniertem Mehl hergestellt, das durch die Zugabe geringer Mengen Kleie und Kleie-Mittelmehl rekonstituiert wird. Dies ist gesetzlich zulässig, da die Definition von „Vollkornprodukten“ sehr großzügig und weit gefasst ist. So können diese Produkte nur etwa 1 Prozent echtes Vollkornmehl enthalten. Dieses rekonstituierte Mehl hat zudem negative Auswirkungen auf die Gesundheit: Es hat einen höheren glykämischen Index als herkömmliches Mehl, und bei der Verarbeitung gehen die Weizenkeime, die Vitamine und Mineralstoffe enthalten, verloren. Im Juli 2023 untersuchte die Zeitschrift Il Salvagente 82 Produkte, die als „Vollkorn“ gekennzeichnet und in sieben Supermarktketten (Crai, Carrefour, Conad, Lidl, Ipertriscount, Eurospin und Coop) verkauft wurden. In den meisten Fällen wurde festgestellt, dass diese Produkte tatsächlich rekonstituierte Mehle verwenden, also Mehle, die durch die Zugabe von Kleie und Kleiemehl verfeinert wurden.
Der einzige Schutz vor diesen für Verbraucher sehr schädlichen Tricks besteht darin, Etiketten sorgfältig zu lesen und sich nicht von den ersten Worten täuschen zu lassen. Prüfen Sie, ob Vollkornmehl tatsächlich die Hauptzutat ist und welchen Anteil es im Vergleich zu den anderen Zutaten hat. Die Zutatenliste ist in absteigender Reihenfolge ihrer Menge aufgeführt, sodass Sie die Wahrheit leicht erkennen können.
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