Der Zusammenhang zwischen gutem Wetter, klaren, sonnigen, wolkenlosen Tagen und einem allgemeinen Wohlbefinden (vereinfacht gesagt: sich wohlfühlen) ist weder zufällig noch das Ergebnis eines populären Glaubens.
Die Wissenschaft hat ziemlich eindeutig gezeigt, dass diesem "Zustand der Gnade" mindestens drei Faktoren zugrunde liegen, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Meteoropathie stehen, die als echtes psychophysisches Syndrom aufgrund des Klimawandels gilt.
Die wichtigsten Faktoren sind:
- Erhöhte Sonneneinstrahlung regt die Produktion von Serotonin, das „Glücksmolekül“. Gleichzeitig sinkt der Melatoninspiegel, der an grauen Tagen ansteigt und zu Schläfrigkeit und Müdigkeit führt.
- Mit der Sonne, dem guten Wetter und besonders in den Sommermonaten erwacht unsere Seele. biologische UhrUnd die „Uhrgene“ werden aktiviert – jene Uhrgene, die in jeder Körperzelle ticken und die Aktivitäten im Laufe des Tages regulieren. In der Praxis führt gutes Wetter dazu, dass wir besser und zur richtigen Zeit schlafen, was sich zwangsläufig positiv auf unser psychisches und physisches Wohlbefinden auswirkt.
- Milde, angenehme Temperaturen und Sonnenschein senken den Cortisolspiegel, das Stresshormon, und erhöhen die Endorphinproduktion. Gleichzeitig lädt gutes Wetter dazu ein, Zeit im Freien zu verbringen, wo wir leichter neue Energie tanken können. Vitamin D: alle Umstände, die zur Verbesserung der Stimmung beitragen.
Eine vielbeachtete , 2022 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichte Studie aus Australien zeigte, dass die Serotoninproduktion mit der Dauer der Sonneneinstrahlung zusammenhängt und im Winter geringer ist. Schon Jahrhunderte zuvor, lange vor dieser Forschung, argumentierte der große Hippokrates, der Vater der Medizin, dass ein gesundes Leben auch von der Anzahl der Stunden im Sonnenlicht und bei gutem Wetter abhängt. Etwa 1,5 Stunden täglich im Freien bei natürlichem Licht und gutem Wetter sind mit einem geringeren Depressionsrisiko verbunden.
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