Was sind die besten Alternativen zu Einwegbinden?

Von Bio-Baumwolle bis hin zu Schwammbinden. Und sogar Menstruationsunterwäsche.

Alternativen zu Einwegbinden
In Italien werden jährlich etwa sechs Milliarden Einwegbinden verbraucht. Die Umweltschäden sind enorm, und es bestehen auch Gesundheitsrisiken.
Zu den giftigen Substanzen, die in industriellen Damenbinden gefunden werden, gehört auch das bekannte Pestizid GlyphosatDas von Monsanto hergestellte Produkt steht im Zentrum eines erbitterten Streits um seine endgültige Abschaffung. Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält es für wahrscheinlich krebserregend. Die ANES fand zudem Spuren von aromatischen Kohlenwasserstoffen, Dioxinen und Furanen. All diese Substanzen sind krebserregend, hochgiftig und gesundheitsschädlich. Kurz gesagt: Damenbinden stellen mehr als nur Intimhygieneprodukte dar – sie bergen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko.
Um sowohl Umweltschäden als auch Gesundheitsrisiken zu vermeiden, gibt es hervorragende natürliche Alternativen zu Einwegbinden: von Bio-Baumwolle bis hin zu Menstruationstassen.

Umweltschäden

Eine moderne Damenbinde besteht nicht nur aus Zellulose:

  • es enthält Kunststoff (Polyethylen, Polypropylen) im wasserdichten und klebenden Teil
  • es ist oft ein Verbundwerkstoff (Kunststoffe + Fasern + Absorptionsgele)

Das macht es nicht recycelbarEs landet fast immer auf Mülldeponien oder in Müllverbrennungsanlagen. Bei der Herstellung wird CO2 freigesetzt, bei der Nutzung Mikroplastik.

Man schätzt, dass in Italien rund 100 Tonnen Einweg-Damenbinden entsorgt werden müssen.

Gesundheitsrisiken

Einweg-Damenbinden gelten als im Allgemeinen sicher für die meisten Menschen, aber es gibt einige potenzielle Risiken oder Nebenwirkungen, hauptsächlich im Zusammenhang mit Materialien, Duftstoffen und längerem Hautkontakt.

1. Reizungen und Dermatitis

Es ist eines der häufigsten Probleme:

  • Der Intimbereich ist sehr empfindlich und schlecht belüftet.
  • Manche Damenbinden enthalten Kunststoffe und Okklusivschichten
  • Ich kann keine Favoriten festlegen Reiben, Rötung, Juckreiz

Das Risiko steigt mit:

  • längere Nutzung ohne häufige Änderungen
  • bereits empfindliche oder allergische Haut

2. Allergische Reaktionen oder Chemikalienunverträglichkeiten

Einige Produkte können Folgendes enthalten:

  • Parfums oder Deodorants
  • Bleichmittel (wie z. B. Chlorderivate, die bei einigen Zelluloseverarbeitungsverfahren verwendet werden)
  • Zusatzstoffe in absorbierenden Gelen

Diese Substanzen können Folgendes verursachen:

  • lokale Reizung
  • Brennen oder Unbehagen
  • Kontaktdermatitis

3. Feuchtigkeit und Bakterienvermehrung

Wenn das Pad nicht regelmäßig gewechselt wird:

  • Es wird ein warmes und feuchtes Klima geschaffen
  • können Bakterien und unangenehme Gerüche fördern

Das kann helfen:

  • Irritationen
  • Vaginale oder Hautinfektionen (bei prädisponierten Personen)

4. Möglicherweise erhöhtes Infektionsrisiko (indirekt)

Nicht die Binde selbst „verursacht“ Infektionen, sondern:

  • längerer Gebrauch + schlechte Transpiration
  • kann die Mikroumgebung des Genitalbereichs verändern

Dies kann dabei helfen:

  • candida
  • bakterielle Vaginose (bei einigen prädisponierten Personen)

5. „Toxisches Schocksyndrom“ (TSS) – sehr seltenes Risiko

Es wird zwar häufiger mit Abstrichen in Verbindung gebracht, sollte aber dennoch erwähnt werden:

  • verursacht durch Bakterien (Staphylococcus aureus)
  • Bei der Verwendung externer Damenbinden besteht das Risiko extrem niedrig, aber theoretisch nicht null, wenn eine Hautinfektion vorliegt und günstige Bedingungen herrschen.

Natürliche Alternativen

Und nun kommen wir zu den wichtigsten natürlichen Alternativen zu Einweg-Damenbinden.

  • BIO-BAUMWOLLE

Seien Sie vorsichtig: Viele Damenbinden auf dem Markt, auch online, werden fälschlicherweise als Bio-Produkte beworben. Die Kennzeichnungsvorschriften sind unzureichend, und Betrug ist weit verbreitet. Verbraucherinnen können jedoch leicht überprüfen, ob die Binde aus echter Bio-Baumwolle besteht, also aus Fasern, die ohne Düngemittel oder chemische Düngemittel angebaut wurden. Sie muss geruchlos und frei von Duftstoffen sein, darf keine Zellulose enthalten und nicht mit chemischen Pulvern behandelt worden sein.

Bio-Baumwollbinden bestehen üblicherweise aus:

  • Schicht im Hautkontakt: Bio-Baumwolle (weich und atmungsaktiv)
  • Absorptionskern: gepresste Baumwolle und/oder natürliche Zellulose
  • Wasserdichte Schicht: manchmal noch vorhanden, aber oft aus „biobasierten“ Materialien (nicht immer vollständig aus Kunststoff)
  • Aufkleber und Flügel: um es am Leinen zu befestigen

Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass Baumwolle Folgendes ist:

  • angebaut ohne synthetische Pestizide
  • nicht mit aggressiven Verfahren gebleicht (oder schonender behandelt)
  • MENSTRUATIONSTASSE

Die Menstruationstasse ist eine sehr weiche Schale, die in den Körper eingeführt wird, um das Menstruationsblut aufzufangen. Da sie aus hypoallergenem Silikon besteht, kann sie sterilisiert und wiederverwendet werden. Sie eignet sich auch für Frauen mit Allergien gegen herkömmliche Binden. Sie ist jahrelang haltbar und kostet durchschnittlich 15 Euro.

  • WASCHBARE ABSORPTIONEN

Waschbare Binden funktionieren wie herkömmliche Damenbinden, sind aber waschbar und wiederverwendbar. Sie bestehen aus hypoallergenen Materialien und eignen sich daher für Frauen, die herkömmliche Binden nicht vertragen. Sie können problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden (ohne Weichspüler, da dieser die Saugfähigkeit beeinträchtigen könnte) und sind jahrelang haltbar.

  • MENSTRUATIONSUNTERWÄSCHE

Diese waschbaren, saugfähigen Slips können wie normale Unterwäsche getragen werden. Sie sind bequem für die Nacht, bei leichter bis mittlerer Menstruation oder als Unterstützung für eine Menstruationstasse/einen Menstruationsscheiben-Einsatz.

  • DIY-Damenbinden

Dies ist die interessanteste Kategorie natürlicher Alternativen. Man muss nur in die Vergangenheit zurückblicken und gleichzeitig in puncto Gesundheit und Hygiene einen Schritt weitergehen: Aus einem waschbaren Tuch oder Schwamm, wie es schon unsere Großmütter taten, lassen sich ganz einfach selbstgemachte Damenbinden herstellen. Waschbar, sicher und angesichts des hohen Verbrauchs an Damenbinden im Allgemeinen eine erhebliche Kostenersparnis.

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