Nerzfarmen sind in Italien verboten, aber die Tiere werden trotzdem in Käfigen gehalten.

Das Gesetz stammt aus dem Jahr 2022, wird aber in vielen Fällen nicht durchgesetzt. Und Tiere werden weiterhin misshandelt.

Betriebe
Gesagt, getan. Italien ist bekannt dafür, Gesetze zum Tierschutz zu erlassen, die dann aber regelmäßig nicht durchgesetzt werden. So auch bei Nerzfarmen, die seit 2022 verboten sind. Seitdem ist es illegal, Nerze, Füchse, Marderhunde, Chinchillas und andere Tiere für die Pelzgewinnung zu züchten, zu vermehren, zu fangen oder zu töten. Trotz des formellen Verbots befinden sich einige Nerze, die sich bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes auf Farmen befanden, weiterhin in den Anlagen und warten auf die Durchsetzung des Verbots oder die Verlegung in Tierheime.
Die Beschwerde wurde von der Tierschutzorganisation Humane World for Animals Italy eingereicht und war auch Gegenstand mehrerer parlamentarischer Anfragen. Senatorin Dolores Bevilacqua erklärte: „Fast vier Jahre nach dem italienischen Verbot der Pelztierzucht ist es inakzeptabel, dass Nerze immer noch in Anlagen gehalten werden, die in unserem Land keine rechtliche Legitimität mehr besitzen. Das Versäumnis, eine Durchführungsverordnung zu erlassen, schafft eine rechtliche Grauzone, die die verbleibenden Tiere unnötigem Leid und das Land vermeidbaren Gesundheitsrisiken aussetzt.“
  • In einer im Juli 2025 veröffentlichten wissenschaftlichen Stellungnahme betonte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), dass das physische und psychische Leid, das Tiere in der Pelzzucht erleiden, mit modernen Tierschutzstandards völlig unvereinbar ist.

Titelbild von Humane World for Animals

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