Leitungswasser: Wo ist es am stärksten verunreinigt?

Greenpeace hat die PFAS-Konzentrationen untersucht. Zu den am stärksten betroffenen Regionen zählen die Lombardei und Kalabrien. Zu den betroffenen Städten gehören Arezzo, Mailand und Perugia.

Wasser trinken

Die Nachrichten über die Verunreinigung von Leitungswasser, die diese Website nachdrücklich unterstützt, sind keine gute Alternative zum verschwenderischen Kauf von Mineralwasserflaschen, insbesondere aus Plastik.

Die Umweltorganisation Greenpeace hat die erste umfassende Untersuchung zur PFAS-Belastung (Poly- und Perfluoralkylverbindungen) im Trinkwasser in ganz Italien durchgeführt. Dabei wurden erstmals auch die Belastungswerte von ultrakurzkettigen Verbindungen wie Trifluoressigsäure (TFA) erfasst – einige PFAS, die der Wissenschaft Sorgen bereiten und für die in Italien keine öffentlichen Daten vorliegen. Die Ergebnisse sind leider besorgniserregend: Von 260 analysierten Proben aus 235 Gemeinden von Nord nach Süd wiesen 79 % Spuren dieser gesundheits- und umweltschädlichen Substanzen auf. Zu den am weitesten verbreiteten Substanzen zählen das krebserregende PFOA, die ultrakurzkettige Verbindung TFA und das möglicherweise krebserregende PFOS. Gelangen PFAS in die Umwelt, reichern sie sich in Wasser, Boden und Lebewesen an und können verheerende Folgen haben.

In dieser Tabelle finden Sie die auf regionaler Ebene erfassten Kontaminationswerte.

PFAS-Tabelle

Die kritischsten Situationen wurden in Ligurien, Trentino-Südtirol, dem Aostatal, Venetien, der Emilia-Romagna, Kalabrien, Piemont, Sardinien, den Marken und der Toskana verzeichnet. Die Regionen mit der geringsten Kontamination waren in dieser Reihenfolge die Abruzzen, Sizilien und Apulien.

Was die Städte betrifft, so veranschaulicht diese Tabelle die Situation:

Leitungswasser

In Mailand, Turin, Novara, Vicenza, Ferrara, Genua, Arezzo und vielen anderen Städten überschreiten die PFAS-Werte die von mehreren europäischen Ländern und den USA festgelegten Grenzwerte. Die Städte mit den höchsten PFAS-Konzentrationen waren Arezzo, Mailand und Perugia, aber auch Reggio Emilia, Ferrara, Vicenza und Padua stehen auf der Liste der Städte mit erhöhter PFAS-Belastung.

Unter diesem Link Hier finden Sie die vollständigen Ergebnisse und die Karte, sortiert nach Region und Stadt.

Wie können Bürgerinnen und Bürger sowie Verbraucher direkt von Kommunen und Wasserversorgungsunternehmen über PFAS-Belastungen informiert werden? Zunächst können Sie prüfen, ob regelmäßige Trinkwasseranalysen auf den Webseiten Ihres Wasserversorgers oder Ihres Gesundheitsamtes veröffentlicht werden und ob PFAS zu den überwachten Parametern gehören. Eine EU-Richtlinie verpflichtet öffentliche Stellen ab Januar 2026 zur Überwachung des PFAS-Gehalts im Trinkwasser. Darüber hinaus haben Bürgerinnen und Bürger laut Gesetz das Recht, Daten und Dokumente anzufordern und so die Tätigkeit der öffentlichen Verwaltung aktiv zu überwachen. Viele öffentliche Stellen bieten Online-Formulare an, mit denen die angeforderten Informationen angefordert werden können. Sollte auch der/die Transparenzbeauftragte den Zugang verweigern, kann gemäß Artikel 116 der Zivilprozessordnung beim Verwaltungsgericht der Region (VGR) Beschwerde eingelegt werden. Diese Beschwerde ist jedoch – ebenso wie die Gebühr für die letzte Instanz vor dem Staatsrat – kostenpflichtig.

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