Elternumarmungen verwöhnen ihre Kinder nicht.

Ein Klischee, das durch wissenschaftliche Forschung widerlegt wurde. Tatsächlich machen Umarmungen Kinder stärker und verantwortungsbewusster.

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Unter den vielen Klischees zur Kindererziehung findet sich auch der Rat, Kinder nicht zu umarmen, da sie dadurch verwöhnt würden. Das stimmt nicht. Tatsächlich zeigen aktuelle wissenschaftliche Studien, dass Kinder durch diese einfache, aber wirkungsvolle körperliche Geste zu stärkeren Persönlichkeiten heranwachsen können – offen, beziehungsfähig und bereit für Zuneigung.
Eltern sind oft geizig mit Zuneigung und Zeichen gegenüber ihren Kindern. Wenige Umarmungen, Küsse und Streicheleinheiten. Eine Verschwendung, nicht nur für die Entwicklung der Eltern-Kind-Beziehung, sondern vor allem für die Auswirkungen auf das Temperament der Kinder. Umarmungen von Mama und Papa stärken Kinder: Das ist kein Werbeslogan oder eine urbane Legende, sondern wissenschaftlich belegt. Suche ab Mai 2025, von der Universität Edinburgh und der Duke University, veröffentlicht in der Fachzeitschrift American Psychologist.

Die Studie begleitete 2.232 eineiige Zwillinge in Großbritannien von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr, um zu verstehen, wie die Zuneigungsbekundungen ihrer Mütter im Alter zwischen 5 und 10 Jahren ihre Persönlichkeit im Erwachsenenalter beeinflussten. Die Untersuchung eineiiger Zwillinge ist von entscheidender Bedeutung, da sie es ermöglicht, genetische Faktoren zu kontrollieren und Geschwister mit der gleichen genetischen Ausstattung, aber unterschiedlich starker familiärer Zuneigung zu vergleichen.

Kinder, die mehr Zuneigung erfuhren, insbesondere von ihrer Mutter (was körperliche Nähe wie Umarmungen, liebevolle Worte, Streicheleinheiten und emotionale Verfügbarkeit umfassen kann), entwickelten im jungen Erwachsenenalter tendenziell mehr Offenheit, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit. Die auffälligsten psychologischen Merkmale von Kindern, die häufiger umarmt wurden, waren insbesondere:

  • neugieriger und kreativer, mit größerer Offenheit für neue Ideen und neue Erfahrungen
  • verantwortungsbewusster und organisierter sowie ausdauernder.
  • mehr Empathenfreundlich und kooperativ

Einer der wissenschaftlichen Aspekte, die in der Studie hervorgehoben wurden, ist schon länger bekannt: Umarmungen regen, wie jede Form von Zuneigung, die Produktion von Oxytocin an, dem Bindungshormon, und senken gleichzeitig den Cortisolspiegel, das Stresshormon. Warum sollte man diese Chance ungenutzt lassen?

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