Die Studie begleitete 2.232 eineiige Zwillinge in Großbritannien von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr, um zu verstehen, wie die Zuneigungsbekundungen ihrer Mütter im Alter zwischen 5 und 10 Jahren ihre Persönlichkeit im Erwachsenenalter beeinflussten. Die Untersuchung eineiiger Zwillinge ist von entscheidender Bedeutung, da sie es ermöglicht, genetische Faktoren zu kontrollieren und Geschwister mit der gleichen genetischen Ausstattung, aber unterschiedlich starker familiärer Zuneigung zu vergleichen.
Kinder, die mehr Zuneigung erfuhren, insbesondere von ihrer Mutter (was körperliche Nähe wie Umarmungen, liebevolle Worte, Streicheleinheiten und emotionale Verfügbarkeit umfassen kann), entwickelten im jungen Erwachsenenalter tendenziell mehr Offenheit, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit. Die auffälligsten psychologischen Merkmale von Kindern, die häufiger umarmt wurden, waren insbesondere:
- neugieriger und kreativer, mit größerer Offenheit für neue Ideen und neue Erfahrungen
- verantwortungsbewusster und organisierter sowie ausdauernder.
- mehr Empathenfreundlich und kooperativ
Einer der wissenschaftlichen Aspekte, die in der Studie hervorgehoben wurden, ist schon länger bekannt: Umarmungen regen, wie jede Form von Zuneigung, die Produktion von Oxytocin an, dem Bindungshormon, und senken gleichzeitig den Cortisolspiegel, das Stresshormon. Warum sollte man diese Chance ungenutzt lassen?
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