Ein üppiger Garten oder ein Balkon voller Pflanzen bedeuten nicht zwangsläufig einen enormen Wasserverbrauch. In den letzten Jahren hat sich aufgrund zunehmender Hitze und längerer Dürreperioden auch die Gestaltung von Außenbereichen verändert: Statt perfekter Rasenflächen, die ständig bewässert werden müssen, setzen wir auf Grünflächen, die Feuchtigkeit besser speichern und Wasserverschwendung reduzieren.
Immer mehr Agronomen und Landschaftsgärtner empfehlen, die Bepflanzung an das lokale Klima anzupassen. Ein nachhaltiger Garten ist nicht weniger schön: Er nutzt die vorhandenen Ressourcen einfach besser. Mit kleinen Anpassungen, von der Bewässerungsmethode bis zur Pflanzenauswahl, lässt sich der Verbrauch deutlich reduzieren, ohne auf Terrassen, Gemüsegärten und gepflegte Außenanlagen verzichten zu müssen.
Mulchen
Das Abdecken des Bodens mit Rinde, trockenem Laub, Stroh, Kompost oder Kies trägt dazu bei, die Bodenoberfläche kühler zu halten und die Wasserverdunstung zu verringern. Diese Schutzschicht wirkt als natürliche Barriere gegen Hitze und sorgt dafür, dass der Boden die Feuchtigkeit in Wurzelnähe länger speichert.
La Mulchen Es bietet darüber hinaus weitere wichtige Vorteile: Es hemmt das Unkrautwachstum, schützt den Boden vor Temperaturschwankungen und verringert die Bodenverdichtung nach Regen oder Bewässerung. Außerdem geben einige organische Materialien mit der Zeit Nährstoffe ab, die die Bodenqualität verbessern. Selbst in Balkonkästen kann eine dünne Schicht Rinde oder Kies den täglichen Gießbedarf deutlich reduzieren.
Tröpfchenbewässerung
Die Tropfbewässerung verbraucht deutlich weniger Wasser als herkömmliche Rasensprenger, da sie die Wurzeln direkt bewässert, ohne Feuchtigkeit in die Luft zu versprühen. Das Wasser wird langsam und gleichmäßig abgegeben, sodass der Boden es besser aufnehmen kann und der Wasserverbrauch erheblich reduziert wird.
Dieses System trägt außerdem dazu bei, die Blätter trocken zu halten und so das Risiko von Schimmel und Pilzkrankheiten, insbesondere in wärmeren Perioden, zu verringern. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Boden keinen plötzlichen Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt ist: Die Pflanzen wachsen gleichmäßiger und entwickeln tiefere, widerstandsfähigere Wurzeln. Heute sind kleine, sehr einfache Systeme erhältlich, sogar für Terrassen und Balkone, mit automatischen Zeitschaltuhren, die eine Bewässerung zum optimalen Zeitpunkt und ohne unnötige Verschwendung ermöglichen.
Wasser früh am Morgen
Der richtige Zeitpunkt zum Gießen ist entscheidend. Gießt man während der heißesten Tageszeit, verdunstet viel Wasser schnell, besonders im Sommer. Am frühen Morgen hingegen ist der Boden noch kühl und kann die Feuchtigkeit besser speichern.
So haben die Pflanzen Zeit, Wasser langsam aufzunehmen, bevor die Mittagshitze einsetzt. Weniger häufiges, aber dafür durchdringendes Gießen fördert zudem die Wurzelentwicklung, da die Wurzeln so auch tiefere Bodenschichten erreichen und Wasser aufnehmen können. Viele Experten raten außerdem davon ab, oberflächlich und schnell zu gießen: Dadurch werden nur die obersten Zentimeter des Bodens befeuchtet, und die Pflanzen werden in Trockenperioden anfälliger.
Regenwasser sammeln
Selbst ein kleiner, an der Dachrinne befestigter Behälter kann helfen, große Mengen Regenwasser zum Bewässern von Pflanzen, Gemüsegärten und Balkonen aufzufangen. In den regenreichsten Monaten kann ein Dach Hunderte von Litern Wasser speichern, die sonst ungenutzt verdunsten würden.
Regenwasser ist oft besser für Pflanzen als Leitungswasser, da es weniger Kalk und Chlor enthält. Es kann auch zur Reinigung von Außenbereichen oder zum Betrieb kleiner Bewässerungssysteme verwendet werden. TröpfchenbewässerungIn vielen europäischen Ländern wird die Regenwassernutzung mittlerweile sogar in kleinen Privatgärten gefördert, da sie den Druck auf die Wasserleitungen im Sommer verringert.
weniger traditioneller Rasen
Englische Rasenflächen verbrauchen enorme Mengen Wasser, besonders in den Sommermonaten. Um sie während der Hitze grün zu halten, ist Folgendes erforderlich: Bewässerung Kontinuierliche und dichte Rasenflächen, die häufiges Mähen und regelmäßige Pflege erfordern, sind nicht mehr zeitgemäß. Aus diesem Grund ersetzen immer mehr Gärten Teile ihrer traditionellen Rasenflächen durch robuste Bodendecker, mediterrane Blumenbeete, Kiesbeete oder wasserdurchlässige Oberflächen.
Lavendel, Rosmarin, Thymian, Salbei und Heiligenkraut gedeihen auch bei Trockenheit und benötigen wenig Pflege. Der Wechsel von Grünpflanzen mit natürlichen Materialien ermöglicht zudem nachhaltigere und besser an das aktuelle Klima angepasste Außenbereiche. Immer mehr Landschaftsgärtner raten dazu, vom perfekt gleichmäßigen Rasenmodell abzurücken, das seinen Ursprung in Ländern mit deutlich höheren Niederschlägen als im Mittelmeerraum hat.
Bodenverbesserung
Schlechter oder stark verdichteter Boden lässt Wasser schnell abfließen, ohne es richtig zu speichern. Deshalb ist der Boden genauso wichtig wie die Bewässerung selbst. Die Zugabe von Kompost und organischem Material verbessert die Bodenstruktur und erhöht seine Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern.
Das Anlegen kleiner Mulden um die Pflanzen herum leitet das Wasser gezielt zu den Wurzeln und verhindert so Oberflächenverdunstung. Gesunder Boden bleibt länger frisch, benötigt weniger Bewässerung und macht Pflanzen widerstandsfähiger gegen Temperaturschwankungen. Moderne, nachhaltige Landwirtschaftssysteme legen zunehmend Wert auf Bodenqualität, da nährstoffreicher Boden von Natur aus weniger Wasser benötigt.
Heimische Pflanzen
Heimische Arten sind bereits an das lokale Klima angepasst und toleranter gegenüber Hitze, Wind und Trockenperioden. Die Verwendung einheimischer Pflanzen führt daher zu einem widerstandsfähigeren Garten, der weniger auf ständige Bewässerung angewiesen ist.
Viele Zierpflanzenarten aus feuchteren Ländern benötigen jedoch große Mengen Wasser und ständige Pflege. Mediterrane Arten gedeihen oft mit wenig Bewässerung und behalten dennoch ein üppiges, gepflegtes Aussehen. Sie locken außerdem nützliche bestäubende Insekten wie Bienen an. Schmetterlinge, wodurch die Artenvielfalt von Grünflächen verbessert wird.
Vermeiden Sie zu kleine Töpfe.
Auf Balkonen und Terrassen sind zu kleine Pflanzgefäße einer der häufigsten Fehler. Die begrenzte Erde heizt sich schnell auf und speichert weniger Feuchtigkeit, sodass im Sommer viel häufiger gegossen werden muss.
Vasen Tiefere Töpfe hingegen ermöglichen den Wurzeln eine bessere Entwicklung und speichern Wasser länger. Atmungsaktive Materialien wie Terrakotta tragen ebenfalls zu einem besseren Gleichgewicht zwischen Bodenfeuchtigkeit und -temperatur bei. In den wärmeren Monaten sollten dunkle Töpfe, die ständig der Sonne ausgesetzt sind, vermieden werden, da sie die Überhitzung des Bodens verstärken und die Verdunstung beschleunigen.
Beschattung der Pflanzen
Bei Hitzewellen verdunsten selbst die widerstandsfähigsten Pflanzen vermehrt Wasser und verbrauchen deutlich mehr. Schatten während der Mittagsstunden hilft, die Verdunstung zu reduzieren und den Boden kühler zu halten.
Leichte Netze, natürliche Pergolen oder höhere Pflanzen eignen sich zum Schutz empfindlicherer Pflanzen. In modernen, nachhaltigen Gärten gilt Schatten als wertvolle Klimaressource: Er senkt die Bodentemperatur, schützt die Wurzeln und trägt dazu bei, dass die Pflanzen auch in den heißesten Sommern gesund bleiben.
Wählen Sie den Standort Ihrer Pflanzen sorgfältig aus.
Der Standort von Pflanzen hat ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf den Wasserverbrauch. Arten mit hohem Wasserbedarf sollten an schattigeren Standorten gepflanzt werden, um den Boden länger feucht zu halten, während robustere Sorten an sonnigeren Standorten gedeihen.
Pflanzen mit ähnlichen Bedürfnissen zusammen zu gruppieren, hilft ebenfalls, unnötige Verschwendung zu vermeiden: Die gleiche Bewässerung sehr unterschiedlicher Arten führt oft zu mehr Wasser als nötig. In nach Nachhaltigkeitskriterien gestalteten Gärten besteht die Tendenz, Bereiche mit einheitlichem Wasserbedarf anzulegen.
Durch die Verringerung des Windes wird die Feuchtigkeit erhalten.
Wind beschleunigt die Verdunstung von Wasser aus dem Boden und trocknet Blätter und oberflächliche Wurzeln schnell aus. Daher werden in exponierten Gärten häufig Hecken, Rankgitter oder Pflanzensperren eingesetzt, um empfindlichere Pflanzen zu schützen.
Selbst auf windigen Balkonen können kleine Maßnahmen, wie das Heranrücken von Blumentöpfen an die Wände oder die Verwendung leichter Windschutzblenden, den Feuchtigkeitsverlust reduzieren. Weniger Wind bedeutet länger frische Erde und weniger Bewässerungsbedarf.
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