Der Flur kann einer der unübersichtlichsten Räume im Haus sein. Ständiger Verkehr erschwert das Heizen und Kühlen. Gerade weil in diesem Bereich so viel los ist, wird auch häufiger Strom verschwendet. Und das kostet Geld. Doch diese Verschwendung lässt sich vermeiden, wenn wir den Flur gut organisieren und nutzen.
Themenverzeichnis
Weil es sich um einen von Verschwendung bedrohten Raum handelt.
Der Flur ist ein Raum, den wir ständig durchqueren, doch er wird fast nie als energetisch gestalteter Raum wahrgenommen: Instinktiv wird das Licht eingeschaltet, Türen bleiben angelehnt, und es entstehen minimale Luftbewegungen zwischen wärmeren und kühleren Räumen. Als Verbindungsraum verbindet er oft Räume mit unterschiedlichen thermischen Bedürfnissen (Wohnbereich, Schlafzimmer, Eingangshalle), was Wärmeverluste begünstigt: Wärme entweicht dort, wo sie nicht benötigt wird, und kühle Luft wird verdünnt, wodurch Heizung und Klimaanlage stärker beansprucht werden.
Neben dem Wärmeverlust stellt die intermittierende Beleuchtung ein großes Problem dar: Sie schaltet sich mehrmals täglich kurz ein, was häufig dazu führt, dass man das Licht nur kurz anlässt und es dann vergisst. Sind die Glühbirnen ineffizient oder die Leuchten ungünstig positioniert, wird der Flur zu einer kleinen, aber ständigen Energieverschwendung, die kaum wahrnehmbar ist, da sie sich nicht in einer einzigen, offensichtlichen Handlung äußert, sondern sich durch unzählige alltägliche Gesten summiert.
Wie man Möbel organisiert
Ein vollgestellter Flur ist nicht nur weniger gemütlich, sondern verbraucht auch mehr Energie. Tiefe Möbel, wuchtige Schuhregale und überfüllte Regale rauben dem Raum tagsüber das natürliche Licht und erzeugen dunkle Ecken, wodurch der Bedarf an künstlicher Beleuchtung steigt. Zudem bietet er mehr Oberflächen, auf denen sich Staub ansammeln kann: Mehr ausgestellte Gegenstände bedeuten mehr Putzen und somit mehr Wasser, mehr Reinigungsmittel und häufigeres Waschen von Kleidung und Putzlappen.
Die effektivste Raumgestaltung ist schlicht und luftig: Flache Möbel, idealerweise an der Wand befestigt oder erhöht, und möglichst freie Wände. Ein großer Spiegel oder helle Oberflächen reflektieren das Licht und lassen den Raum heller wirken, ohne den Energieverbrauch zu erhöhen. Auch ein offener Durchgang spart Energie: weniger Hindernisse, bessere Luftzirkulation, weniger Wärmestau und ein großzügiges Raumgefühl, das den Bedarf an künstlicher Beleuchtung reduziert.
Wo sollen die Lichter angebracht werden?
Eine herkömmliche Deckenleuchte ist oft nicht die beste Lösung: Sie beleuchtet die Mitte zu stark und die Seiten zu schwach, sodass man sie selbst dann einschaltet, wenn man nur wenig Licht benötigt. In Fluren eignen sich mehrere, verteilte Lichtpunkte am besten, oder Wandleuchten und indirekte Beleuchtung, die zur Decke gerichtet ist: Die Helligkeit wird gleichmäßiger, und man vermeidet, zu viel Licht auf einen einzelnen Punkt zu konzentrieren.
Der eigentliche Fortschritt liegt jedoch in Präsenz- oder Bewegungsmeldern: Der Flur eignet sich ideal für die Automatisierung, da die Nutzung nur zeitweise und vorhersehbar ist. Eine kurze Abschaltzeit (ohne es zu übertreiben) verhindert, dass das Licht unnötig lange brennt und reduziert den Energieverbrauch, ohne dass sich Gewohnheiten ändern müssen. Auch die Wahl der Leuchtmittel ist wichtig : LEDs senken den Energieverbrauch im Vergleich zu älteren Technologien drastisch und haben eine längere Lebensdauer – ein entscheidender Vorteil in Umgebungen, in denen das Licht häufig und wiederholt eingeschaltet wird.
Wie man es zum Leben erweckt
Ein „lebendiger“ Flur ist besser beleuchtet und belüftet und benötigt daher weniger Energie. Helle Wandfarben, Innentüren mit Glaseinsätzen (auch nur teilweise), transparente Vorhänge in angrenzenden Räumen und reflektierende Oberflächen fördern den Lichteinfall. Wenn der Flur kein dunkler Tunnel mehr ist, besteht die erste praktische Folge darin, dass das Licht seltener eingeschaltet werden muss, insbesondere tagsüber.
Auch die Luft spielt eine Rolle: Ein stickiger, abgestandener Flur verleitet dazu, Gerüche mit Lufterfrischern und Elektrogeräten zu überdecken, während kurzes, regelmäßiges Lüften den Bedarf an diesen ständigen Verbrauchsmitteln reduziert. Kleine, robuste und anspruchslose Pflanzen verbessern nicht nur die Atmosphäre, sondern fördern auch eine bewusstere Nutzung des Raumes (gezieltes Reinigen, häufigeres Lüften) und verwandeln ihn so von einem vernachlässigten Bereich in einen gepflegten Wohnraum: Wird ein Raum als Teil des Zuhauses wahrgenommen, verringert sich automatisch die unachtsame und verschwenderische Herangehensweise.
Was man im Flur vermeiden sollte
Zu den kostspieligsten Fehlern zählt es, das Licht „nur gelegentlich“ brennen zu lassen, insbesondere abends: Der Verbrauch scheint gering, summiert sich aber mit der Zeit. Auch Heizkörper, die von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden, sollten vermieden werden : Sie behindern die Wärmeverteilung und verlängern die Zeit, die zum Erreichen der gewünschten Temperatur benötigt wird. Ein weiterer kritischer Punkt sind kleine Geräte, die ständig eingesteckt sind (elektrische Lufterfrischer, Dauerlichtbeleuchtung): Sie verbrauchen zwar pro Stunde wenig Energie, aber kontinuierlich.
Schon einfache Gewohnheiten verschlimmern den Wärmeverlust: weit geöffnete Türen zwischen Räumen mit unterschiedlichen Temperaturen, unbeachtete Zugluft und Zugluft am Eingang. In Fluren macht schon ein wenig Liebe zum Detail einen Unterschied: Zugluftstopper , gut instand gehaltene Dichtungen und fachgerechte Abschlüsse reduzieren den Verlust von Wärme und Kälte. Der Flur ist im Grunde der Ort, an dem die meisten Verschwendungen durch alltägliche Gewohnheiten entstehen: Diese lassen sich leicht beheben, da keine großen Arbeiten nötig sind, sondern lediglich eine intelligentere Raumnutzung.
Lesen Sie auch:
- So gestalten Sie Ihr Schlafzimmer
- So richten Sie Ihr Wohnzimmer ein: 10 hilfreiche Tipps
- Wie man eine offene Küche plant und wo man sie platziert
Möchten Sie eine Auswahl unserer Nachrichten sehen?
- Abonnieren Sie unseren Newsletter klicken Sie hier;
- Wir sind auch dabei Google NewsAktivieren Sie den Stern, um uns zu Ihren bevorzugten Quellen hinzuzufügen;
- Folgen Sie uns auf Facebook, Instagram e Pinterest.



