Warum Frauen zu viel Alkohol trinken (VIDEO)

Der Konsum ist sprunghaft angestiegen: 67 Prozent der Frauen trinken regelmäßig Alkohol, verglichen mit 43 Prozent in den 1980er Jahren. Und der Schaden ist bei Frauen größer als bei Männern.

Video über den Alkoholkonsum von Frauen

Der Alkoholkonsum von Frauen steigt rasant an, sogar in Italien. 67 Prozent der Frauen trinken regelmäßig alkoholische Getränke, verglichen mit nur 43 Prozent in den 1980er-Jahren. Und jedes Jahr werden rund 25.000 Frauen wegen alkoholbedingter Probleme stationär behandelt.

Es gibt mehrere Faktoren, die diese Veränderung erklären:

  • Kulturelle und soziale VeränderungenDer Alkoholkonsum von Frauen ist gesellschaftlich akzeptabler geworden als früher. In vielen Kulturen war er stark stigmatisiert.
  • Gezieltes MarketingViele Alkoholunternehmen haben Produkte und Kampagnen speziell für Frauen entwickelt (trinkfertige Cocktails, Hard Seltzer, Lifestyle-Weine, spezielle Verpackungen und Marken).
  • Stress und mentale BelastungEinige Studien bringen einen erhöhten Konsum bei Frauen mit beruflichem Stress, sozialem Druck, der Doppelbelastung durch Beruf und Familie, Angstzuständen und sozialer Isolation in Verbindung.
  • Gleichheit im sozialen VerhaltenMit zunehmender Integration in traditionell männlich geprägte berufliche und soziale Kontexte tendieren auch die alkoholbezogenen Gewohnheiten zur Konvergenz.
  • Soziale Medien und AperitifkulturIn vielen städtischen Umgebungen wird Alkoholkonsum mit Geselligkeit, persönlichem Image und einer „normalisierten“ Entspannung in Verbindung gebracht.

Es gibt jedoch einen wichtigen biologischen Aspekt: ​​Selbst wenn eine Frau die gleiche Menge Alkohol trinkt wie ein Mann, sind die körperlichen Auswirkungen im Durchschnitt stärker, weil:

  • Der weibliche Körper hat tendenziell weniger Körperwasser.
  • Der Alkoholstoffwechsel ist anders
  • Der Blutalkoholspiegel steigt schneller an

Aus diesem Grund kann das Risiko einer Schädigung der Leber, des Herzens oder des Nervensystems bei gleichem Konsum früher steigen als bei Männern.

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