Montessori: Die Schule, die Stille lehrt

In Maria Montessoris Pädagogik, die auch nach 150 Jahren noch immer hochaktuell ist, ist Stille ein entscheidender Schlüssel zum Leben. Sie ermöglicht es, sich selbst wohlzufühlen, mit anderen in Kontakt zu treten und zuzuhören.

Montessori-Stille

Die alte Pädagogik, die nach Maria Montessori, einer außergewöhnlichen Pädagogin, benannt ist, erlebt eine großartige und hochverdiente Wiederentdeckung. In dieser vor 150 Jahren entwickelten Methode spielt die Bildung eine zentrale Rolle. Stille, besonders aktuell in einer Gesellschaft, die von ungezügeltem, alltäglichem Lärm geprägt ist.

Methodo Montessori

In der Montessori-Pädagogik hat Stille eine doppelte Bedeutung, die auch im Unterricht thematisiert wird. Zum einen steht sie für Genuss: Stille hilft uns, uns auszuruhen, neue Kraft zu schöpfen und unsere Pausen sinnvoll zu nutzen. Zum anderen hat sie eine direktere pädagogische Funktion: Stille hilft den heutigen Schülern und den Erwachsenen von morgen, … zu konzentrierenNachdenken, Verstehen. Und deshalb erst zuhören, dann sprechen.

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In der Montessori-Pädagogik ist Schweigen nicht die klassische Strafe für ungezogene Kinder, wie sie in traditionellen Schulen üblich ist, sondern ein wertvolles Mittel zur Erziehung und Bildung. Nach der Montessori-Methode soll Kindern das Schweigen beigebracht werden, damit sie Beziehungen zu anderen aufbauen und zu sich selbst finden können. Hörvergnügen und nicht nur reden.

Stille impliziert Konzentration und Harmonie; sie steht im Gegensatz zu Lärm und Chaos, die Kinder desorientieren und ablenken. In der Stille können Kinder ihren Aktivitäten nachgehen mit … Langsamkeit Dank ihrer Genauigkeit können sie sich konzentrieren, ohne in Eile zu geraten. Maria Montessori berichtet: „Beim Spielen mit der Stille im Klassenzimmer entdeckten die Kinder das Geräusch des Regens und waren darüber zutiefst erfreut.“

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In Montessori-Schulen werden regelrechte „Lektionen in Stille“ organisiert, um die tiefe Bedeutung der Stille zu vermitteln. Kinder lernen, sie nicht zu fürchten, sondern sie zu verstehen und wertzuschätzen, um so all ihre Vorteile nutzen zu können. Doch worin bestehen diese Vorteile?

Stille hilft, sich auszuruhen und zu regenerieren, aber auch, nachzudenken, sich zu konzentrieren und zu verstehen. Sie ermöglicht es Kindern außerdem, ihre Konzentrationsfähigkeit zu entwickeln. MeditationDie Fähigkeit zuzuhören, zu verstehen, sich in andere hineinzuversetzen und Ruhe zu finden. Stille ist ein wesentlicher Wert in unserer Beziehung zu uns selbst und zu anderen: Nur durch die Praxis der Stille können wir die feinen Nuancen des Lebens erfassen.

Stille im Klassenzimmer zu bewahren, erfordert tiefen Respekt vor anderen. Man muss sich entspannen und langsam atmen. Man muss auf jedes noch so kleine Geräusch von draußen achten. Kindern täglich etwas gesunde Stille zu schenken, ermöglicht es ihnen, diese zu schätzen, ihre Bedeutung und ihren Wert zu verstehen und vor allem über ihre Beziehungen zu sich selbst und anderen nachzudenken. Lasst uns den Wert der Stille nach der Montessori-Pädagogik neu entdecken.

Vorteile der Montessori-Methode

Eine Vielzahl von Büchern hebt die verschiedenen Vorteile der Montessori-Methode hervor und erklärt, warum sie auch heute noch so modern wirkt. Schauen wir uns einige der wichtigsten an.

Zunächst ändert sich die Perspektive und der Umgang der Lehrkraft mit dem Schüler. Ohne die Hierarchie und das Autoritätsprinzip zu beeinträchtigen, beobachtet die Lehrkraft das Kind, ohne es einzuschränken, und versucht, so unaufdringlich wie möglich zu sein.

Die Montessori-Pädagogik legt seit jeher großen Wert auf Mathematik, beginnend in der Grundschule, und auf Bewegung als Mittel zur Förderung kognitiver Fähigkeiten und damit des Lernens. Kinder sind aktiv, was nicht bedeutet, sich selbst zu überlassen zu sein, sondern vielmehr, nicht wie in einer Zelle zu sitzen. Bewegung, das Erleben der Jahreszeiten, der Luft, der Sonne und des Regens, bedeutet auch, die Natur draußen zu erkunden. So wird ökologisches Denken nicht länger Theorie, sondern gelebte Praxis.

Die Gründer von Google (Page und Brin), Amazon (Bezos) und Wikipedia (Wales) sind allesamt ehemalige Montessori-Schüler. Zufall? Wohl kaum, und Experten liefern eine Erklärung: In der Montessori-Pädagogik sind Fehler äußerst wertvoll. Sobald ein Fehler erkannt ist, beginnt unmittelbar die nächste Phase: die Suche nach einer neuen Lösung. Ein maßgeschneiderter Ansatz, um mit dem rasanten technologischen Fortschritt Schritt zu halten.

Montessori-Schulen

Als Mara Montessori 1907 das Casa dei Bambini im römischen Arbeiterviertel San Lorenzo eröffnete, verstand sie es von Anfang an als Einrichtung für Familien, insbesondere für berufstätige Frauen. Doch schon bei diesem ersten Versuch waren die Leitprinzipien der Montessori-Pädagogik klar: Bildung beginnt in der Wiege; Kinder müssen sich frei fühlen, Wissen zu entdecken und ihre Neugier zu entwickeln. Frei und verantwortungsbewusst – zwei Begriffe, die Professorin Montessori besonders am Herzen lagen.

Bildnachweiswww.metodomontessori.it

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