Montblanc ist eine bedeutende Luxusmarke für Accessoires: Neben den berühmten Schreibgeräten bietet das Unternehmen auch Lederwaren und Taschen an. Montblanc gehört zum Richemont-Konzern (zu dem auch andere Marken der Branche wie Cartier gehören), einem Konzern mit einem Umsatz von 20 Milliarden Euro und einem jährlichen Betriebsgewinn von fast 5 Milliarden Euro. Über seine übliche, intransparente Subunternehmerpraxis lagerte Montblanc einen Teil seiner Produktion an zwei chinesische Unternehmen (Z Production und Eurotaglio) aus, die auch pakistanische und afghanische Arbeiter beschäftigen. Alle verdienen 3 Euro pro Stunde und arbeiten in Schichten von rund 12 Stunden. Als die Arbeiter protestierten, beschlossen die Eigentümer der beiden chinesischen Unternehmen – die üblichen Tarnfirmen für solche skrupellosen Machenschaften –, alle 70 Arbeiter zu entlassen. Daraufhin kam es in der Florentiner Innenstadt zu Protesten unter dem Motto „Wir sind keine Wegwerfware“.
So sehr sich Montblanc auch von seinen Zulieferern distanziert, die unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten, bleiben Fragen zu diesem offensichtlichen Fall von Greenwashing bestehen. Das Unternehmen predigt Nachhaltigkeit, wie ein eigener Bereich auf seiner Website belegt. Und zu Recht beinhaltet dieses Konzept in erster Linie Respekt vor den Menschen und ihrer Arbeit. Montblanc schreibt: „Nachhaltigkeit ist ein grundlegendes Element der langfristigen Vision des Konzerns und leitet sein Handeln als verantwortungsvolles Unternehmen… Unsere Unternehmenskultur umfasst den Schutz der Menschen, die mit uns arbeiten, und der Gemeinschaften, in denen wir tätig sind.“ Und beinhaltet dieser „Schutz“ auch einen Stundenlohn von 3 Euro für einen 12-Stunden-Arbeitstag?
Lesen Sie auch:
- Schottischer Lachs – Greenwashing: Er ist nicht biologisch.
- Mikroplastik in Coca-Cola und Schweppes
- Dove Greenwashing: Die Seife, die die Umwelt mit Plastik verschmutzt
- Sisal-Greenwashing: Verantwortungsvolles Spielen ist unmöglich
- Ferrero betreibt Greenwashing: Das Unternehmen predigt Nachhaltigkeit, zahlt seinen Arbeitern aber durch Outsourcing nur 5 Euro pro Stunde.
Melden Sie sich für unseren Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben. Klicken Sie hier. hier!
Möchten Sie eine Auswahl unserer Nachrichten sehen?
- Abonnieren Sie unseren Newsletter klicken Sie hier;
- Wir sind auch dabei Google NewsAktivieren Sie den Stern, um uns zu Ihren bevorzugten Quellen hinzuzufügen;
- Folgen Sie uns auf Facebook, Instagram e Pinterest.

