Coca-Cola und Schweppes stehen wegen erheblicher Mikroplastikrückstände in ihren Produkten in der Kritik. Die Untersuchung wurde von der französischen Umweltorganisation Agir pour l'Environnement in Zusammenarbeit mit auf Polymerforschung spezialisierten Laboren durchgeführt. Die Daten zeigen, dass beim ersten Öffnen der Flaschen jeweils vier Mikroplastikpartikel in Coca-Cola- und Schweppes-Produkten vorhanden sind. Diese Menge steigt jedoch nach 10 bis 20 Öffnungen drastisch an: auf 46 Mikroplastikpartikel bei Coca-Cola und 62 bei Schweppes. Der Anstieg wird mit dem Verschluss und dem Öffnungs- und Schließvorgang in Verbindung gebracht, der eine molekulare Instabilität verursacht und dadurch die Freisetzung von Mikroplastik begünstigt.
Drei Punkte sind bemerkenswert. Erstens die sechs gefundenen Kunststoffarten: Polyethylen (PE), Polyethylenterephthalat (PET) und Polyvinylchlorid (PVC) sowie in geringeren Mengen Mikropartikel aus Polyamid (PA), Polypropylen (PP) und Polyurethan (PU). Nur zwei dieser Stoffe sind auf den Etiketten deklariert. Der zweite auffällige Aspekt, der auf Greenwashing hindeutet, betrifft Coca-Colas Ankündigung aus dem Jahr 2021, die mit großem Tamtam und erheblichen Investitionen in Marketing und Werbung erfolgte, künftig nur noch recycelte Plastikflaschen zu verwenden. Die Ergebnisse der französischen Untersuchung bestätigen somit, dass recycelter Kunststoff keine absolute Garantie für Lebensmittelsicherheit darstellt.
Schließlich die von Agir pour l'environment geförderte Studie, die Sie Lesen Sie hierDie Ergebnisse scheinen nach sechs Jahren die Erkenntnisse von Il Salvagente zu bestätigen, die in ihren Analysen das Vorhandensein von Mikroplastik in Erfrischungsgetränken untersucht hatten. Damals wurden 14,60 Mikroplastikpartikel pro Liter in Schweppes Tonic Water und 3,50 Mikroplastikpartikel pro Liter in Coca-Cola Original nachgewiesen.
Coca-Cola ist eine Marke, die aufgrund ihres hohen Zuckergehalts und der enormen Menge an Plastikmüll, die sie produziert, immer wieder Debatten über Nachhaltigkeit auslöst. Und nun auch wegen des Vorhandenseins von Mikroplastik im Getränk.
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