Das Meerwasser ist voller Abfall, vor allem Plastik. Acht Millionen Tonnen Es kommt jedes Jahr an und vermehrt sich zu den bereits angesammelten Mengen, deren Verbleib uns völlig unbekannt ist. Es sei denn, wir gehen davon aus, dass 90 Prozent dieser Abfälle auf dem Meeresgrund liegen und dort langsam verrotten: In der Zwischenzeit finden wir sie in den Mägen von Fischen und schließlich auf unseren Tellern und in der gesamten Nahrungskette.
MARGNET-PROJEKT
Was kann angesichts dieser verheerenden Situation getan werden? Ein möglicher Ausweg besteht darin, Abfall und Unrat in eine Ressource zu verwandeln. Technologie optimal nutzen und die gesamte maritime Lieferkette einbezieht, angefangen bei den Fischern. Man bedenke: Die Hälfte dessen, was heute noch in den Netzen der Fischer landet, ist Abfall, und selbst in diesem Fall hauptsächlich KunststoffWird der Fisch an Land gebracht, muss er auf Kosten der Fischer entsorgt werden. Andernfalls kehrt er ins Meer zurück, wo die Fischer ihn, nachdem sie ihn in ihren Netzen gefangen haben, wegwerfen. Projekt marGnet Es bringt verschiedene Akteure zusammen und wandelt im Kontext der Kreislaufwirtschaft Meeresabfälle in Treibstoff um. Immer zum Vorteil der Fischer.
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WER NEHMT AM MARGNET-PROJEKT TEIL?
Das marGnet-Projekt vereint vier Institutionen, allen voran das Institut für Meereswissenschaften (Ismar) des Nationalen Forschungsrats (CNR) mit Sitz in Venedig, das die Koordinierungsfunktion übernimmt. Dank seiner langjährigen Erfahrung verfügt Ismar über die notwendige technische und wissenschaftliche Expertise, um die Qualität der Projektentwicklung sicherzustellen. Neben dem CNR gehören dem marGnet-Konsortium das Blu World Institute (BWI) an, eine Nichtregierungsorganisation, die sich speziell mit der Überwachung und dem Schutz großer Meereswirbeltierarten in der Adria befasst; das Unternehmen Laguna Project, das seine Expertise im Umweltmonitoring von Lagunensystemen einbringt; und Sintol, ein auf Kunststoffrecycling spezialisiertes Unternehmen.
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SO FUNKTIONIERT DAS MARGNET-PROJEKT
Das Projekt umfasste zwei Phasen. In der ersten Phase wurde ein riesiges Gebiet abgedeckt, darunter: die Lagune von Venedig e das Cres-Archipel e Losinj in KroatienDie Gebiete mit den höchsten Konzentrationen an Meeresmüll wurden sorgfältig überwacht, um die Bereiche zu identifizieren, in denen sich dieser ansammelt und wo er sich – auch anhand der Meeresströmungen – am einfachsten bergen lässt. An diesem Punkt begann Phase zwei: die Bergung von Plastik und Abfall. erklärt die Physikerin Fantina Madricardo, Leiterin des marGnet-Projekts.
ERGEBNISSE DES MARGNET-PROJEKTS
Die Ergebnisse des Projekts sind derzeit sehr vielversprechend. Dank der Firma Sintol konnten kleine Pyrolyseanlagen entwickelt werden. Diese Anlagen ermöglichen das Erhitzen von Kunststoff in luftdichten Behältern und erzeugen dabei ein Gas, das zur Herstellung von Dieselkraftstoff, Benzin oder sogar Rohstoffen für die Industrie genutzt werden kann. Hier kommen die Fischer ins Spiel. Der von Sintol entwickelte Prototyp wandelt 100 Kilogramm Meeresmüll in 50 Liter Benzin oder Dieselkraftstoff um – ganz ohne Schadstoffe. Fischer sollen dazu angehalten werden, ihren im Netz gefangenen Meeresmüll zu den Fischereihäfen zu bringen, an denen Sintol-Pyrolyseanlagen installiert sind. Abfall wird zur Ressource, was auch den Fischereiaktivitäten zugutekommt, und das Wasser der Adria sauberer wird.
Das Bild stammt aus der Facebook-Seite dem marGnet-Projekt gewidmet
Das Projekt marGnet ist für den Non Sprecare Award 2021 in der Kategorie „Institutionen“ nominiert. Um Ihr Projekt einzureichen, folgen Sie bitte den Anweisungen. hier.
PROJEKTE ZUM SCHUTZ DER MEERE UND OZEANE VOR PLASTIK:
- Eine blütenförmige, schwimmende Station zum Sammeln und Recyceln von Plastik aus dem Meer.
- „Guter“ Kunststoff stammt aus dem Meer: Er verschmutzt die Umwelt nicht und dient der Wiederverwertung von Abfällen aus der Fischverarbeitung.
- Die plastikfressende Roboterkrabbe reinigt unsere Meere von Verschmutzung.
- Ein 16-jähriger niederländischer Junge entwarf einen Anti-Plastik-Damm in der Nordsee.
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