In Italien duschen 95 Prozent der Einwohner mindestens einmal täglich – ein europäischer Rekord. Portugal (85 Prozent), Spanien und Griechenland (75 Prozent), allesamt Mittelmeerländer, liegen dahinter. Weit abgeschlagen folgen jedoch die Franzosen (55 bis 65 Prozent der Einwohner duschen täglich) und die Deutschen (65 bis 70 Prozent).
Theoretisch sind das gute Nachrichten, da sie auf ein besonderes Augenmerk auf Hygiene hindeuten sollten, was auch durch das milde und/oder heiße Klima (typisch für alle Mittelmeerländer) begünstigt wird, das die Menschen zum häufigen Duschen anregt. In der Praxis bleibt jedoch eine gewisse Tendenz zur Wasserverschwendung nicht unbemerkt, auch weil oft Die Dusche wird falsch genommen, ohne sich im Geringsten um den Wasserverbrauch zu kümmern.
Es gibt noch eine weitere wichtige Erklärung, die speziell den Unterschied zwischen mediterranen und nordischen Ländern betrifft. In Italien ist es üblich (und möglicherweise nicht die einzige), morgens vor dem Anziehen zu duschen. In den nordischen Ländern hingegen treibt ein Großteil der Bevölkerung, insbesondere jüngere Menschen, morgens nach dem Aufstehen Sport und duscht anschließend im Fitnessstudio oder sogar am Arbeitsplatz (wo in der Regel gut ausgestattete Duschen vorhanden sind).
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