Fischstäbchen: Alle kritischen Punkte in zwei Tests

Die Fischmenge ist zwar gestiegen, aber immer noch gering. Auffällig ist das Vorhandensein von Glycidol, einer potenziell toxischen Substanz. Zu den schlechtesten Produkten zählt eine Findus-Produktlinie.

Fischstäbchen

Fischstäbchen sind allseits beliebt. Erwachsene schätzen sie, weil sie die Küchenarbeit vereinfachen und nach dem Kauf schnell und einfach zubereitet sind. Kinder lieben sie, weil sie so Fisch kennenlernen, ein Lebensmittel, das nicht immer populär ist. Beim Kauf von Fischstäbchen gibt es jedoch einige Nachteile und Dinge zu beachten.

Wie werden sie hergestellt?

Zunächst werden für die industrielle Verarbeitung große Blöcke gefrorenen Fisches verwendet: entweder riesige, minderwertige Stücke oder einfach Fischreste. Der Fisch wird dann in rechteckige Stücke (meist 48 Zentimeter lang) geschnitten, die in einen Teig aus Kräutern, Gewürzen und Mehl getaucht werden. Anschließend wird er etwa 28 Sekunden lang frittiert, wodurch das fertige Produkt zum Verpacken und Einfrieren bereit ist.

Risiken

Doch genau auf dem Weg, der damit endet, dass die Produktverpackung den Markt erreicht, treten einige kritische Punkte auf. Konkret:

  • Industriell hergestellte Fischstäbchen, allen voran die von Findus, können als hochverarbeitete Lebensmittel betrachtet werden. Mit allen damit verbundenen Konsequenzen.
  • Der Rohstoff, der Fisch, ist mit Sicherheit von schlechter oder sehr schlechter Qualität.
  • Sogar das Öl, das zum Vorfrittieren verwendet wird, ist von minderer Qualität.
  • Industriell hergestellte Fischstäbchen enthalten schädliche Substanzen, allen voran 3-MCPD-Fettsäuren, die als potenziell krebserregend gelten.
  • Selbst wenn auf der Verpackung „nachhaltige Fischerei“ angepriesen wird, besteht die Gefahr, in die Falle des Greenwashings zu tappen. Der Kabeljau für Fischstäbchen wird mit Schleppnetzen gefangen, die über den Meeresboden gezogen werden und dabei Tier- und Pflanzenarten wie Korallen, Seeanemonen und Schwämme zerstören – Lebensformen, die für den Erhalt der Artenvielfalt unerlässlich sind.

Die Suche nach Oko Test

Den endgültigen Niedergang der Fischstäbchen besiegelte eine Untersuchung des deutschen Magazins im August 2023. Öko Test Die Untersuchung umfasste 19 Marken und fand in 11 Fällen erhebliche Mengen toxischer Substanzen. Zu den identifizierten Substanzen gehörten:

  • Fettige Substanzen
  • Schwermetalle
  • Mineralölkomponenten
  • Chlorate
  • Perfluoralkylverbindungen (PFAS)
  • Knochen- und Nematodenreste.

Die Suche nach Bon à Savoir

Eine weitere aktuelle Studie wurde vom Schweizer Magazin durchgeführt. Gut zu wissen von 15 großen Fischstäbchenmarken, Die Ergebnisse waren gemischt. Positiv: Der Fischanteil in den Produkten ist endlich gestiegen, von 55 auf 62 Prozent im Jahr 2019 und von 65 auf 68 Prozent im Jahr 2024. Negativ: Fast alle analysierten Produkte enthielten Glycidol, eine potenziell krebserregende Chemikalie, die bei der Verarbeitung von Pflanzenölen entstehen kann.
Zu den Produkten, die im Test die niedrigste Punktzahl erreichten und damit völlig durchfielen, gehören die Findus Crack Sticks die zwei kritische Probleme vereinen: einen geringen Fischanteil (nur 59 Prozent) und ein signifikantes Vorhandensein von Glycidol.

Hausgemachte Fischstäbchen

Eine gute Alternative zu industriell hergestellten Fischstäbchen sind selbstgemachte, zum Beispiel diese hier. Rezept.

Das Titelbild stammt von Wikipedia.

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