Beim Auftauen von Fisch gibt es eine Reihe sehr häufiger Fehler, die zu Verschwendung führen und hauptsächlich die Lebensmittelsicherheit und Produktqualität betreffen.
Themenverzeichnis
Bei Raumtemperatur auftauen lassen
Einer der häufigsten Fehler ist, Fisch direkt aus dem Gefrierschrank auf die Arbeitsplatte oder in die Spüle zu legen: Die Oberfläche des Fisches kann sehr schnell Temperaturen (zwischen 5 und 60 Grad) erreichen, die das Bakterienwachstum begünstigen (die sogenannte „Gefahrenzone“), während das Innere noch gefroren ist. Dadurch wird es sehr schwierig, den Fisch richtig zu garen und einen guten Geschmack und die richtige Konsistenz des Gerichts zu gewährleisten.
Heißes Wasser verwenden
Heißes Wasser erhitzt die Oberfläche des Fisches rasch, wobei Temperaturen (etwa 5–60 °C) erreicht werden können, die für Bakterienwachstum günstig sind, während das Innere noch gefroren ist. Je länger der Fisch in diesem Temperaturbereich verbleibt, desto größer ist das mikrobiologische Risiko. Durch das heiße Wasser taut der Fisch ungleichmäßig auf, und die Hitze kann die äußeren Schichten teilweise „garen“, wodurch Textur und Geschmack beeinträchtigt werden.
Auftauen unterbrechen und fortsetzen
Jeder Gefrierzyklus Das Auftauen fördert die Bildung von Eiskristallen, die Gewebezellen schädigen. Die Folge kann trockenerer, weicherer Fisch sein, der beim Kochen mehr Saft verliert. Darüber hinaus kann das Unterbrechen und Wiederaufnehmen des Auftauvorgangs sowohl das mikrobielle Wachstum als auch die Qualitätsminderung des Fisches begünstigen. Wird der Fisch aufgetaut und anschließend wieder eingefroren, kann die Außenseite bereits Temperaturen erreicht haben, bei denen sich die vorhandenen Bakterien vermehren können.
Wieder einfrieren
Wenn der Fisch vollständig aufgetaut und außerhalb des Kühlschranks gelagert wurde, sollte er nicht wieder eingefroren werden. Die Qualität verschlechtert sich, und es können hygienische Risiken entstehen. Wurde er jedoch ordnungsgemäß im Kühlschrank aufgetaut und nicht gekocht, kann er unter Umständen wieder eingefroren werden, allerdings mit Qualitätsverlust.
Wenn man es nach dem Auftauen zu lange im Kühlschrank lässt
Nach dem Auftauen sollte das Produkt am besten innerhalb von 24 Stunden (oder gemäß den Anweisungen auf der Verpackung) verzehrt werden. Nach dem Auftauen können sich Mikroorganismen im Kühlschrank wieder vermehren, wenn auch langsam. Auch Fisch ist ein leicht verderbliche Lebensmittel: Im Vergleich zu vielen anderen Fleischsorten verdirbt Fisch aufgrund seiner Zusammensetzung und der natürlich in seinem Gewebe vorkommenden Enzyme schneller. Schließlich können sich Geruch, Geschmack und Konsistenz verschlechtern, selbst wenn der Fisch noch genießbar ist.
Auftauflüssigkeiten nicht auffangen.
Beim Auftauen verliert Fisch Wasser und Zellsaft. Diese Flüssigkeiten können Mikroorganismen enthalten, die natürlicherweise auf dem Fisch vorkommen oder während der Verarbeitung hinzugekommen sind. Wenn sie in den Kühlschrank tropfen, können sie andere Lebensmittel verunreinigen, insbesondere solche, die roh verzehrt werden (Salate, Obst, Käse usw.). Am besten legt man den Fisch in einen Behälter, eine Schüssel oder auf einen Teller und stellt ihn auf die unterste Ablage des Kühlschranks.
Korrekte Methoden
Dies sind die richtigen Methoden zum Auftauen von Fisch.
- Im KühlschrankDie sicherste Methode: Legen Sie den Fisch vom Gefrierschrank in den Kühlschrank und lassen Sie ihn mehrere Stunden oder über Nacht langsam auftauen. Das hat auch einen qualitativen Vorteil: Langsames, kontrolliertes Auftauen im Kühlschrank reduziert den Flüssigkeitsverlust und sorgt für eine bessere Konsistenz als Auftauen bei Zimmertemperatur.
- Im kalten WasserFalls Sie es schneller benötigen, lassen Sie den Fisch in einem gut verschlossenen Behälter in kaltem Wasser und wechseln Sie das Wasser alle 30 Minuten.
- In der MikrowelleDie Auftaufunktion sollten Sie nur dann verwenden, wenn Sie den Fisch anschließend sofort zubereiten möchten.
Die einzige Ausnahme von diesen Methoden betrifft einige gefrorene Filets Dünnere Fische (z. B. Kabeljau, Seehecht oder Scholle) können direkt aus dem gefrorenen Zustand nach den Anweisungen des Herstellers zubereitet werden, ohne sie vorher aufzutauen.
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