Die Zahlen passen nicht zusammen: Italien besitzt zwischen 60 und 70 Prozent des gesamten weltlichen Kunsterbes, doch in der von veröffentlichten Rangliste Die Kunstzeitung Von den zwanzig meistbesuchten Museen der Welt ist keines italienisch. Eine Ausnahme bilden die Vatikanischen Museen, die zwar in Rom liegen, aber nicht zum italienischen Kulturerbe gehören.
- jalousie – Paris, Frankreich (9 Millionen Besucher)
- Nationalmuseum von China – Peking, China (6,96 Millionen)
- Vatikanische Museen – Vatikanstadt (6,83 Millionen)
- Shenzhen Museum – Shenzhen, China (6,80 Millionen)
- British Museum – London, Vereinigtes Königreich (6,48 Millionen)
- Chinesisches Wissenschafts- und Technologiemuseum – Peking, China (6,42 Millionen)
- Naturkundemuseum – London, Vereinigtes Königreich (6,30 Millionen)
- Das Metropolitan Museum of Art (The Met) – New York, USA (5,70 Millionen)
- Nanjing Museum – Nanjing, China (5,68 Millionen)
- American Museum of Natural History – New York, USA (5,40 Millionen)
- Tate Modern – London, Vereinigtes Königreich (4,60 Millionen)
- Hubei Provinzmuseum – Wuhan, China (4,36 Millionen)
- Shanghai Museum Ost – Shanghai, China (4,23 Millionen)
- Nationalgalerie für Kunst – Washington, DC, USA (3,94 Millionen)
- Nationalmuseum von Korea – Seoul, Südkorea (3,78 Millionen)
- Musee d'orsay – Paris, Frankreich (3,75 Millionen)
- Nationales Museum für Anthropologie – Mexiko-Stadt, Mexiko (3,70 Millionen)
- Staatliches Russisches Museum – St. Petersburg, Russland (3,61 Millionen)
- Staatliche Eremitage – St. Petersburg, Russland (3,56 Millionen)
- Centre Pompidou – Paris, Frankreich (3,10 Millionen)
Abgesehen von der französischen Vormachtstellung des Louvre wird die Rangliste eindeutig von chinesischen und amerikanischen Museen dominiert, zu denen dann noch die englischen und russischen Museen hinzukommen.
Aber warum wird Italien von Museumsbesuchern so unterschätzt (unter anderem halten wir auch den Weltrekord für die meisten von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützten Orte: es sind 59)? Eine erste Erklärung liegt in der weitverbreiteten Verbreitung des italienischen Kunsterbes im ganzen Land, doch dies ist sicherlich nur eine Teilerklärung. Der organisatorische Grund ist überzeugender: Wir sind nicht in der Lage, unsere Museen angemessen zu vermarkten, vergeuden ihren Wert und haben uns viel zu lange auf oberflächlichen Tourismus konzentriert, was sicherlich nicht dazu beiträgt, Museumsbesucher anzulocken. In anderen Ländern organisieren Besucher maßgeschneiderte Reisen, um Museen zu besuchen, und nicht nur, um durch Trattorien, Restaurants und Bars zu schlendern.
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