Der ermäßigte Preis
Der angegebene „reduzierte“ Preis kann irreführend sein: Die tatsächliche Preissenkung in der Werbung muss auf Basis des niedrigsten Preises der letzten 30 Tage berechnet werden. Es gibt verschiedene Werbeaktionen mit Preisnachlässen oder „Sensationspreisen“, doch oft basiert die beworbene Preissenkung auf dem Preis unmittelbar vor dem Angebot. Dies führt Verbraucher in die Irre, da der Preis vor der Ankündigung einer Preissenkung erhöht wird und somit falsche Preissenkungen aufgedeckt werden. Der Europäische Gerichtshof hat in einem Urteil kürzlich entschieden, dass eine Preissenkung, die ein Unternehmen in Form eines Prozentsatzes oder einer Werbeaussage zur Hervorhebung des Vorteils eines Preisangebots ankündigt, auf Basis des niedrigsten Preises der letzten 30 Tage vor der Preissenkung ermittelt werden muss.
Der überhöhte Preis ist höher als der reduzierte Preis.
Aber wie funktioniert der Trick mit dem reduzierten Preis? In Wirklichkeit ist es nichts anderes als ein „überhöhter“ Preis.
- Anfängliche Preiserhöhung. Vor dem Black Friday erhöhen einige Geschäfte den Startpreis eines Produkts, sodass der Endpreis nach Abzug eines Rabatts (selbst eines erheblichen) viel niedriger erscheint, als er tatsächlich ist.
- Rabatt auf einen „überhöhten“ Preis. Wenn ein Produkt 100 Dollar kostete, der Laden den Preis aber vor der Werbeaktion eine Zeit lang auf 150 Dollar „aufgebläht“ hat, mag ein „Rabatt“ von 30 % wie ein Schnäppchen erscheinen, aber in Wirklichkeit zahlt man 105 Dollar (fast so viel wie vor dem Black Friday).
- Psychologische Falle. Diese Technik nutzt die Emotionen der Konsumenten aus. Ein Rabatt von 40 % vermittelt ihnen das Gefühl, ein Schnäppchen gemacht zu haben, selbst wenn der ursprüngliche Preis nicht dem beworbenen entsprach.
Online-Shopping
Wenn Sie am Black Friday online einkaufen, achten Sie besonders auf versteckte Kosten, die unangenehme Überraschungen bereithalten könnten. Dazu gehören die Gebühren der Plattform und die Versandkosten. Es empfiehlt sich generell, nur bei seriösen und bekannten Online-Shops einzukaufen. Beachten Sie: Werden diese Kosten nicht klar und transparent ausgewiesen, stellt dies eine unlautere Geschäftspraxis gemäß dem italienischen Verbraucherschutzgesetz dar. Sie können den betreffenden Anbieter der italienischen Wettbewerbsbehörde melden.
Jetzt kaufen und später bezahlen
Laut einem aktuellen Bericht des CRIF (Central Office of Risk for Financial Intermediation) stiegen die Käufe mit dieser äußerst riskanten Methode im zweiten Quartal 2024 um 133 % im Vergleich zum ersten Quartal 2022. Mehr als die Hälfte der Nutzer unterzeichneten mindestens zwei Verträge, 16 % sogar fünf oder mehr. Im Grunde handelt es sich um einen Ratenzahlungsplan, der Verbraucher mit der Option „später zahlen“ lockt. Doch dies hat seinen Preis: Die Zinsen können exorbitant hoch und außer Kontrolle geraten.
Kaufsucht
Der Black Friday ist aus einem einfachen Grund ein wahrer Verschwendungstreiber: Verlockende Preissenkungen zum Auftakt der Weihnachtseinkaufssaison verleiten Konsumenten zu Spontankäufen – also zum Kauf nutzloser, unnötiger Dinge, nur weil sie glauben, ein Schnäppchen gemacht zu haben. Das ist reine Verschwendung, und es gibt nur einen Weg, sie zu vermeiden: Wenn Sie wirklich von einem Black-Friday-Einkauf überzeugt sind, erstellen Sie eine Liste der Dinge, die Sie benötigen. Und kaufen Sie dann nichts mehr.
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