BIBLIOTHEK DER DINGE LONDON
Kaufen ist nicht immer die beste Lösung. Oftmals erweist sich der Besitz eines Gegenstands, eines Geräts oder eines Werkzeugs als Zeitverschwendung, wenn man ihn tatsächlich benutzt. Warum also kaufen, wenn man mieten kann? Diese Frage stellten sich wohl auch die Gründer der „Library of Things“ in London . Es ist unbestreitbar, dass es eine ganze Reihe von Gegenständen gibt, insbesondere Haushaltsgeräte , die nur sporadisch genutzt werden – vom Rasenmäher über den Teppichreiniger bis hin zur Campingausrüstung – und deren Kauf daher keinen Sinn ergibt . Die „Library“, eher eine Gemeinschaft als ein Laden , hat sich entschieden, genau diesen Bedürfnissen gerecht zu werden und verkörpert damit den Geist der kollaborativen Wirtschaft.
Lesen Sie auch: Kann man mit nur 100 Dingen leben? Hier ist die Antwort. Mit allem Nötigen, von Kleidung bis Geschirr. Und sogar Freizeit (Foto).
Die Fotos stammen von der Facebook-Seite „ Library of Things“.
DIE BIBLIOTHEK DER DINGE
Diese Art von Experiment findet weltweit statt und wird immer häufiger . In London eröffnete die Bibliothek in einem umgebauten Schiffscontainer und gewann nach einigen Testöffnungen schnell an Beliebtheit. Ein Großteil der Kosten wurde durch Spenden aus Crowdfunding gedeckt . Heute zählt die Bibliothek mehrere hundert Mitglieder und hat sich zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell entwickelt . Kunden können dort Küchenutensilien oder -geräte mieten , nachdem sie online geprüft haben, ob etwas verfügbar ist. Laut den Betreibern wird dies durch das wachsende Vertrauen in das Teilen und Ausleihen ermöglicht.
MIETEN STATT KAUFEN
Diese Art von Aktivität breitet sich nicht nur in Großbritannien, sondern weltweit aus, mit ähnlichen Entwicklungen in den USA, Deutschland , den Niederlanden und Kanada. Dieser Trend beschränkt sich nicht auf Gegenstände, sondern erfasst auch Dienstleistungen. Die sogenannte „ Sharing Economy “ wird bis 2025 voraussichtlich einen globalen Wert von 335 Milliarden US-Dollar jährlich erreichen – eine enorme Summe, die dank Diensten wie Airbnb, Uber, Zipcar und TaskRabbit, die ihre jeweiligen Branchen grundlegend verändern, weiter wachsen wird .
LEIHEN STATT KAUFEN:
- Von Bookcrossing bis Toycrossing: Teilen bedeutet auch, nichts zu verschwenden.
- In Mailand gibt es eine Tischlerei für jedermann, wo man mit gemeinsam genutzten Werkzeugen Projekte verwirklichen kann.
- Videopoker gibt es in Giannis Bar nicht mehr; stattdessen ist eine Flut von Büchern eingetroffen.
- Tauschhandel – der beste Weg zu einem günstigen Urlaub. Die besten Angebote weltweit.
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